IHK-Umfrage
Großteil der Berliner für Randbebauung am Tempelhofer Feld
20.05.2026 – 13:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine neue Umfrage der IHK Berlin zeigt: Viele Menschen stimmen einer Randbebauung des Tempelhofer Feldes zu. Doch die Erhebung wirft auch Fragen auf.
Das Tempelhofer Feld ist ein beliebtes Naherholungsziel für Berliner – und seit Längerem Streitobjekt in der Politik und Zivilgesellschaft. Denn wegen des angespannten Wohnungsmarktes in der Stadt gibt es Bestrebungen, am Rand des Feldes zu bauen. Eine neue Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin zeigt jetzt: Viele Menschen würden dem zustimmen.
Demnach gibt es eine „parteiübergreifende Unterstützung“ für eine Randbebauung des Feldes – wenn aber die Freifläche so erhalten bleibt. Besonders interessant: Auch ein Großteil der befragten Grünen-Wähler ist laut der Umfrage für einen solchen Schritt. Insgesamt würden 60 Prozent eine Randbebauung eher oder vollkommen befürworten.
Viele Menschen stimmen „maßvoller Bebauung“ zu
Bei CDU- (73 Prozent), BSW- (71 Prozent) und FDP-Wählern (68 Prozent) ist die Zustimmung am höchsten. Bei den Linken sind es 61 Prozent, die AfD-Wähler stimmen mit 57 Prozent am wenigsten zu.
Die Teilnehmer der Befragung wurden Folgendes gefragt: „Wie stehen Sie zu einer maßvollen Bebauung am Rand des Tempelhofer Feldes zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, wenn die zentrale Freifläche erhalten bliebe?“ Was genau mit einer „maßvollen Bebauung“ gemeint ist, wird aus der Frage nicht deutlich. Es ist ebenfalls nicht klar, ob das bei der Befragung erläutert wurde.
60 Prozent befürworten Nachverdichtung in Berlin
Insgesamt befürworten 59 Prozent der befragten Menschen die „maßvolle Bebauung“, wenn die Freifläche dabei erhalten bleibt. In einem Volksentscheid in Berlin 2014 lehnten 64,3 Prozent der Teilnehmenden eine Bebauung des Tempelhofer Feldes ab.
Zudem bewerten 81 Prozent der Menschen den Wohnungsmarkt in der Hauptstadt als sehr oder eher angespannt. 60 Prozent der Befragten befürworten eine Nachverdichtung im innerstädtischen Bereich, also die Nutzung zusätzlicher Flächen für den Wohnungsbau.
Nach Angaben der IHK wurden für die Studie 1.000 Berliner ab 16 Jahren im April 2026 vom Institut INSA consulere aus Erfurt befragt. Die Stichprobe spiegele die demografische Struktur Berlins wider und sei damit repräsentativ für die Berliner Bevölkerung. Für die Befragung sei die „INSA-Perpetua-Demoskopie“ genutzt worden. Dabei werden Menschen regelmäßig per Telefon befragt. Weitere Details zur Forschungsmethode nannte die IHK nicht.












