Bei Hitze

Warum sich Magen-Darm-Beschwerden im Sommer häufen


Aktualisiert am 03.06.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 3 Min.

Ist es über einen längeren Zeitraum heiß, kommt es unter Umständen öfter zu Magen-Darm-Beschwerden. (Quelle: gpointstudio/getty-images-bilder)

Lang anhaltende Hitze kann den Körper belasten. Erfahren Sie, inwiefern Magen-Darm-Beschwerden durch Hitze hervorgerufen werden.

Steigen im Sommer die Temperaturen, wirkt sich das nicht selten auch auf die Gesundheit aus. Zwar kann sich der Körper an heißes Wetter durchaus anpassen, länger anhaltende extreme Hitzephasen überlasten den Organismus jedoch mitunter. Das kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen und unter anderem Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Atemwegsprobleme nach sich ziehen.

Inwieweit auch Magen-Darm-Beschwerden mit Hitze zusammenhängen, lesen Sie in den folgenden Kapiteln.

Gut zu wissen

Von einer Hitzewelle spricht der Deutsche Wetterdienst, wenn an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die Temperatur über 28 Grad Celsius liegen.

An heißen Tagen nehmen Magen-Darm-Beschwerden zu

Studienergebnisse deuten darauf hin, dass während einer Hitzewelle mehr Menschen an einer Magen-Darm-Grippe beziehungsweise an Brechdurchfall (fachsprachlich: Gastroenteritis) erkranken als an anderen Tagen. Bei ansonsten Gesunden tritt der Effekt jedoch nicht sofort bei Hitze ein, sondern offenbar meist einige Tage verzögert. Das Risiko für Magen-Darm-Infekte scheint zudem mit jedem Hitzetag etwas zu steigen, wobei sich Infekte am häufigsten etwa sieben Tage nach einer Heißwetterphase entwickeln.

  • Übelkeit bei Hitze: Warnsignal für Hitzeschaden?

Wer eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hat, erlebt bei länger anhaltender Hitze häufiger einen Erkrankungsschub. In dem Fall stellen sich die Magen-Darm-Beschwerden allerdings oft ohne große Verzögerung ein.

Einfluss von Lebensmittelinfektionen und Stress

Was genau die Magen-Darm-Beschwerden bei Hitze auslöst, ist noch nicht abschließend geklärt. Wahrscheinlich spielen jedoch mehrere Faktoren eine Rolle.

Bei sommerlichen Temperaturen vermehren sich etwa bakterielle Durchfallerreger wie Salmonellen rascher. Dadurch steigt ganz allgemein auch das Risiko für Magen-Darm-Beschwerden durch Lebensmittelinfektionen.

Insbesondere bei Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung spielt zudem Stress eine Rolle – egal, ob psychischer oder körperlicher Art. Heißes Sommerwetter kann ebenfalls solch ein Stressfaktor sein und zu Schüben beitragen. Vermutlich sowohl durch den Hitzestress selbst als auch durch mögliche Begleiterscheinungen – etwa, weil dem Körper Flüssigkeit fehlt oder die heißen Sommernächte Schlafprobleme bereiten.

Um abschließende Aussagen treffen zu können, sind weitere Forschungsarbeiten nötig.

Magen-Darm-Beschwerden als Warnsignal für Hitzeschäden

Daneben können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen bei heißem Wetter auch ein Anzeichen für eine Hitzeerkrankung wie den Hitzekollaps, die Hitzeerschöpfung oder den Sonnenstich sein. Lesen Sie hier mehr zum Thema Übelkeit bei Hitze und wie Sie Erste Hilfe leisten.

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