Blitzer in Tempo-30-Zone
Luxemburger Straße: Fast jeder fünfte Autofahrer zu schnell
11.08.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit einem Jahr gilt auf der Luxemburger Straße in Köln Tempo 30. Zahlreiche Autofahrer ignorieren die Geschwindigkeitsbegrenzung. Einer fährt fast dreimal so schnell.
Mehr als 20.000 Autofahrer nutzen täglich die Luxemburger Straße – und viele davon sind offenbar deutlich zu schnell unterwegs. Mobile Blitzer der Stadt Köln haben im Jahr 2026 an zwölf Tagen die Geschwindigkeit in der neuen Tempo-30-Zone kontrolliert. Fast jeder fünfte Autofahrer hielt sich dabei nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung.
„15 bis 20 Prozent der Fahrzeuge“ seien zu schnell unterwegs, sagte ein Stadtsprecher auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online. Die Stadt würde dabei nach keinem festen Muster arbeiten, damit sich Autofahrer nicht an die Kontrollen gewöhnen können. „Die Gesamtzeit der Überwachungen belief sich auf 205 Stunden“, hieß es auf Anfrage weiter. Pro Stunde hätten dabei mehr als 500 Fahrzeuge die Kontrollen passiert.
Luxemburger Straße: Tausende Autofahrer ignorieren Tempo 30
Auf Grundlage der städtischen Angaben bedeutet das: Alleine im Jahr 2020 wurden bereits zwischen 15.000 und 20.000 Autofahrer auf der Luxemburger Straße geblitzt. Diese zahlen innerorts mindestens ein Verwarngeld von 30 Euro. Daraus ergeben sich alleine Einnahmen im mittleren sechsstelligen Bereich. Genauere Angaben zur Zahl der geblitzten Fahrzeuge machte die Stadt Köln nicht.
Ein Autofahrer wurde dabei mit einer Geschwindigkeit von 90 km/h erwischt. Er hatte allerdings Glück: Der Verstoß wurde nicht durch einen Blitzer, sondern durch ein sogenanntes Seitenradarmessgerät festgestellt. Diese messen zwar die Geschwindigkeit und erfassen Fahrzeuge, sind allerdings keine offiziellen Kontrollgeräte. Sie sollen den Behörden nur Aufschluss über die Verkehrslage geben. Ein Bußgeld von mehr als 500 Euro und zwei Monate Fahrverbot bleiben ihm erspart.
Embed
Mehr als 20.000 Fahrzeuge am Tag: Luxemburger Straße bald nur noch einspurig?
Tempo 30 wurde auf der Luxemburger Straße eingeführt, um den Lärmschutz für Anwohner zu verbessern. Diese hatten teilweise gegen die nicht ausreichenden Maßnahmen geklagt. Die Stadt Köln plant nun, im Rahmen eines Verkehrsversuchs zu prüfen, inwieweit die Verkehrsachse künftig pro Fahrtrichtung nur noch einspurig befahrbar sein kann. Hintergrund sind nach wie vor zu hohe Lärmmessungen entlang der Straße im Kölner Süden.
Täglich befahren laut städtischen Messungen aus dem April zwischen 20.300 und 22.600 Fahrzeuge die Pendlerroute. Für viele Berufstätige ist sie eine wichtige Verbindung in die Innenstadt. „Die weiterhin festgestellte hohe Anzahl an Geschwindigkeitsüberschreitungen zeigt, dass die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h weiterhin einer regelmäßigen Überwachung bedarf“, erklärte ein Stadtsprecher weiter.












