Infolge des bereits begonnenen und weiter zunehmenden Übertritts der geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge in die Rente werden die Renten künftig niedriger ausfallen. Erhöhungen der Bezüge für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner wie im kommenden Juli um 4,24 Prozent dürften nach den offiziellen Prognosen dann nicht mehr üblich sein. Bereits heute hilft der Staat nach, um das Absicherungsniveau der Rente nicht unter den vorgeschriebenen Wert von 48 Prozent rutschen zu lassen. Doch ist das laut der ersten Rentenreform der Regierung nur bis 2031 der Fall.
Diese Größe, das Rentenniveau, zeigt an, inwieweit die Renten mit den Einkommen Schritt halten. „Ab dem Jahr 2032 sinkt es dauerhaft unter 48 Prozent“, sagte der Vorsitzende des Bundesvorstands der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel, im Herbst vorher. Klar ist: Die Renten werden den Löhnen im Land hinterherhinken.
„Jüngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen können“, stellt das Statistische Bundesamt fest. Doch wie groß diese Lücke wird und was das genau für die Einzelnen bedeutet, ist noch nicht exakt vorherzusagen. Der jüngste Rentenversicherungsbericht sagt bei schlechter wirtschaftlicher Entwicklung ein Absinken des Sicherungsniveaus auf bis zu 46,1 Prozent voraus.
Offen ist, wie stark private und betriebliche Vorsorge – wie gewünscht – stärker als heute an Fahrt aufnehmen. Laut jüngstem Alterssicherungsbericht machte die gesetzliche Rentenversicherung zuletzt 69 Prozent aller Alterssicherungsleistungen aus, die an 65-Jährige und Ältere gezahlt werden. Betriebsrenten erreichen 7, andere Alterssicherungsleistungen 17 Prozent. Frauen haben tendenziell weniger Jahre eingezahlt, wenn sie in Rente gehen, vielfach treffen geringe Erwerbszeiten mit niedrigen Erwerbseinkommen, Teilzeitarbeit oder sozialversicherungsfreier Arbeit zusammen, was die Rente schmälert. Es hängt also von politischen, aber auch von wirtschaftlichen und persönlichen Entwicklungen ab, wie die Rente in Zukunft ausfällt.












