Innerhalb der Bundesregierung gibt es jedoch Unstimmigkeiten über Tempo und Förderung der erneuerbaren Energien. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bekennt sich zu Ausbau- und Klimazielen, will aber die Förderung für kleine Solaranlagen sowie Entschädigungen für nicht genutzten Ökostrom kappen. Umweltverbände warnen vor einem Abwürgen der Energiewende. Dagegen demonstrierten am Wochenende Tausende bundesweit.
„2026 ist der Moment zu handeln: Der Fossilausstieg ist keine Frage des Ob mehr, sondern des Wie schnell und wie gerecht“, sagte Klimaexpertin Susann Scherbarth vom BUND. Deutschland müsse dafür sorgen, dass vom Petersberger Klimadialog ein klares Signal für konkrete, international abgestimmte Fahrpläne ausgehe. Auch Germanwatch sieht den Klimadialog in diesem Jahr unter besonderem Erwartungsdruck. Kurz nach der Berliner Konferenz folgt in Santa Marta in Kolumbien ein weiteres Treffen zur Abkehr von fossilen Brennstoffen.
Greenpeace-Experte Martin Kaiser drängte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), für Deutschland eine neue strategische Führungsrolle zu definieren. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ schrieb Kaiser: „Merz rückt Sicherheit und Wirtschaft ins Zentrum seiner Kanzlerschaft. Das kann aber nur gelingen, wenn Europa mit Konsequenz durchsetzt, von Öl und Gas unabhängig zu werden.“












