Box oder Geschirr?
Hund im Auto transportieren: Darauf sollten Sie achten
Aktualisiert am 21.04.2026 – 07:21 UhrLesedauer: 5 Min.
Ob auf kurzen Touren oder auf der Fahrt in den Urlaub: Diese Tipps sollten Sie als Hundehalter beherzigen, damit Sie und Ihr Vierbeiner sicher am Ziel ankommen.
In erster Linie geht es bei Autofahrten mit dem Hund um die richtige Absicherung: Neben genügend Pausen und ausreichend Wasser ist nämlich die Frage entscheidend, wie Ihr Haustier so mitfährt, dass Sie nicht abgelenkt werden und Ihnen und Ihrem Hund im schlimmsten Fall nichts passiert.
Es muss nicht zwangläufig ein Kombi oder SUV sein, um einen Hund zu transportieren. Je nach Größe des Hundes reicht auch ein Kleinwagen, wenn die Box oder die Anschnallvorrichtung auf die Rücksitzbank oder hinter den Vordersitz passt. Wenn Ihr Hund im Kofferraum mitfährt und selbstständig ein- und aussteigen soll, ist eine möglichst niedrige Ladekante sinnvoll – oder eine Rampe beziehungsweise eine kleine Treppe. Je größer das Auto, desto komfortabler natürlich das Fahrverhalten und umso entspannter ist die Fahrt auch für den Vierbeiner.
Hier gilt die Grundregel: Vorausschauendes Fahren und ein angemessenes Tempo verhindern in vielen Fällen scharfe Bremsungen oder Ausweichmanöver. Falls es doch einmal nötig ist: Wenn Ihr Hund gut gesichert ist, ist eine scharfe Bremsung immer noch ungefährlicher als ein Aufprall.
Ein Hund sollte niemals ungesichert im Auto mitfahren, weder auf dem Sitz noch in einer offenen Tasche. Das scheint sich aber noch nicht herumgesprochen zu haben: Einer Umfrage von Autoscout24 zufolge nimmt mehr als jeder dritte Autohalter regelmäßig einen oder mehrere Hunde mit. Aber fast jeder Fünfte sichert die Tiere nicht ausreichend. Dabei geht es nicht nur um das Thema Ablenkung, sondern vor allem um die Sicherheit von Mensch UND Hund.
Bei Brems-und Ausweichmanövern mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h hat der ADAC herausgefunden: Ein ungesicherter oder falsch gesicherter Hund erhöht bereits bei einem heftigen Ausweich- oder Bremsmanöver das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier deutlich und kann im schlimmsten Fall auch durch die Frontscheibe fliegen. Zudem kann der ungesicherte Hund bei einem Unfall auch für Rettungskräfte gefährlich werden, wenn er unter Schock steht oder sogar verletzt ist.
Eine richtige Sicherung des Hundes ist nicht zuletzt ein gesetzliches Muss: Tiere gelten im Straßenverkehr als Ladung. Entsprechend müssen sie ausreichend gesichert werden gegen Verrutschen, Umfallen, Hin- und Herrollen oder Herabfallen, auch bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver. Falls nicht, droht ein Bußgeld zwischen 35 und 75 Euro. Bei Gefährdung sind es 60 Euro plus ein Punkt in Flensburg.












