Urteil in Hamburg
Krebsarzt macht Deal mit Apotheker – für teure Rezepte
29.09.2026 – 17:04 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Onkologe und ein Apotheker treffen Absprachen für teure Krebsrezepte. Es geht um fast eine Million Euro. Das Landgericht Hamburg hat ein Urteil gefällt.
Das Landgericht Hamburg hat einen Arzt wegen Bestechlichkeit und bandenmäßigen Betrugs im Zusammenhang mit teuren Krebsmedikamenten zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Zudem ordnete das Gericht an, bei dem 65-Jährigen knapp 972.000 Euro an Taterträgen einzuziehen, wie eine Sprecherin mitteilte. In die Gesamtstrafe flossen auch Strafen aus einem früheren Verfahren ein.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte der bereits vorbestrafte Onkologe aus Reinbek mit einem Harburger Apotheker eine Vereinbarung getroffen: Der Apotheker sollte Rezepte für die Herstellung hochpreisiger Krebsmedikamente erhalten, sogenannter Zytostatika. Im Gegenzug erhielt der Arzt finanzielle Vorteile.
Arzt traf weitere geheime Absprachen
Eine ähnliche Vereinbarung traf der Arzt demnach auch mit einem Unternehmensberater. Dieser unterhielt Verbindungen zu einer Apotheke in Aschaffenburg.
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Den 66 Jahre alten Unternehmensberater hatte die Kammer bereits in der vergangenen Woche in einem abgetrennten Verfahren verurteilt. Wegen Bestechung im Gesundheitswesen erhielt er eine Freiheitsstrafe von elf Monaten auf Bewährung. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Das Verfahren gegen den mitangeklagten Apotheker hatte das Gericht bereits im Juli gegen Zahlung einer Geldauflage vorläufig eingestellt.











