Besonders profitieren Menschen, die sogenannte Schnellkraftsportarten betreiben. Dazu gehören etwa Krafttraining, Sprintdisziplinen oder Sportarten mit vielen kurzen intensiven Belastungen wie Fußball oder Kampfsport.
Für klassische Ausdauersportarten ist der Nutzen dagegen deutlich geringer. Teilweise kann die Leistung sogar leicht sinken, weil Kreatin Wasser in den Muskelzellen bindet und dadurch das Körpergewicht etwas erhöht. Auch viele Freizeitsportler sind über ihre Ernährung bereits ausreichend versorgt.
Der aktuelle Social-Media-Hype geht oft deutlich weiter als die wissenschaftliche Datenlage. Influencer schreiben dem Supplement etwa positive Effekte auf Gedächtnis, Stimmung oder psychische Erkrankungen zu.
Zwar gibt es erste Studien, die mögliche Auswirkungen auf die Energieversorgung von Nervenzellen untersuchen. Die bisherigen Ergebnisse reichen jedoch nicht aus, um klare Empfehlungen zu geben. Deshalb dürfen Hersteller in der Europäischen Union auch nicht mit einer Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit werben.
Kreatin ist kein Wundermittel, aber eines der am besten untersuchten Nahrungsergänzungsmittel im Sport. Für Menschen, die intensiv Kraft- oder Schnellkrafttraining betreiben, kann es tatsächlich einen kleinen Leistungsvorteil bringen. Viele der Versprechen, die derzeit in sozialen Netzwerken kursieren, gehen jedoch deutlich über die wissenschaftliche Datenlage hinaus. Auch neue Studien, etwa zum möglichen Zusammenhang mit Krebs, liefern bislang eher Hinweise als klare Beweise.











