Viele Handwerker gehören hingegen zur hohen Gefahrengruppe. Auch wer einer riskanten Sportart nachgeht – etwa Motorradfahren oder Bergsteigen, muss sich auf Zuschläge einstellen.
Zwar gibt es auch Versicherer, die für risikoreiche Berufe oder Hobbys keine Zuschläge verlangen, sie schließen dann allerdings Unfälle auf der Arbeit oder beim Sport aus oder senken die Leistungen.
Optional können Sie bei vielen Versicherern auch eine monatliche Unfallrente in Ihren Tarif einschließen. Diese wird Ihnen ab einer Invalidität von 50 Prozent ausgezahlt. Die Höhe der Unfallrente legen Sie individuell in Ihrem Versicherungsvertrag fest. Der Bund der Versicherten rät zu einer Mindestrente von 1.000 Euro pro Monat. Schließen Sie eine Unfallrente in Ihren Vertrag ein, verteuert sich die Unfallversicherung deutlich.
Ebenfalls optional ist die Vereinbarung einer Progression. Damit bekommen Sie im Schadensfall ab einem bestimmten Invaliditätsgrad schrittweise mehr Geld. Um wie viel Prozent sich die Versicherungsleistungen erhöhen, hängt vom vereinbarten Wert ab. Üblich sind 225 Prozent, 350 Prozent oder 500 Prozent. Die Progression macht den Vertrag aber teurer.
Wie wichtig ist eine Unfallversicherung?
Eine private Unfallversicherung ist nicht für jeden gleich sinnvoll. Wichtig ist sie grundsätzlich für all jene, die nicht bereits per Gesetz unfallversichert sind. Das gilt für Selbstständige sowie Hausfrauen und -männer.
Auch Menschen mit hohem Unfallrisiko in der Freizeit und Berufstätige mit Vorerkrankungen sollten über eine Unfallversicherung nachdenken, da sie meist keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten. Lesen Sie hier mehr dazu, wann eine private Unfallversicherung sinnvoll ist.
Allerdings gibt es viele Leistungen, die Sie nicht brauchen oder die andere Versicherungen besser abdecken. Ist Ihnen zum Beispiel daran gelegen, Ihre Angehörigen im Todesfall abzusichern, ergibt eine Risikolebensversicherung mehr Sinn. Denn diese greift nicht nur bei Unfalltod. Mehr zur Risikolebensversicherung lesen Sie hier.
Wer nicht nur auf eine einmalige Zahlung aus ist, sondern eine Rente versichern will, sollte das nicht über die Unfallversicherung vereinbaren, sondern über eine Berufsunfähigkeitsversicherung – vorausgesetzt, Sie bekommen sie noch und können sich die Beiträge leisten. Mehr zur Berufsunfähigkeitsversicherung lesen Sie hier.
Worauf sollte ich beim Abschluss achten?
Haben Sie sich dazu entschlossen, eine private Unfallversicherung abzuschließen, sollten Sie eines in jedem Fall tun: die Fragen im Versicherungsantrag wahrheitsgemäß beantworten. Andernfalls riskieren Sie, im Schadensfall den Versicherungsschutz zu verlieren.
Auch wenn Sie im Laufe der Zeit einen riskanteren Beruf aufnehmen oder ein gefährliches Hobby beginnen, müssen Sie das der Versicherung mitteilen. Dann ändern sich Ihre Tarifstufe und Ihr Beitrag.
Wichtig ist, dass Sie eine ausreichend hohe Versicherungssumme vereinbaren, um im Ernstfall wirklich abgesichert zu sein. Dabei gilt: Je jünger Sie sind, desto höher – schließlich bleibt rein statistisch noch mehr Zeit, in der der Verdienstausfall kompensiert werden muss.












