Rührende Geste der Mitspieler
Hoffenheims Bebou trauert um verstorbenes Kind
08.03.2026 – 06:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Hoffenheims Stürmer Ihlas Bebou trauert um sein Kind – seine Mitspieler reagieren beim Auswärtsspiel mit einer Geste der Solidarität.
Beim 4:2-Sieg der TSG 1899 Hoffenheim beim 1. FC Heidenheim hat Torschütze Alexander Prass nach seinem Treffer zum 1:0 das Trikot seines fehlenden Teamkollegen Ihlas Bebou in die Kameras gehalten. Bebou trauert um sein Kind, das als Sternenkind zur Welt kam.
Bebous Frau hatte den Verlust auf Instagram öffentlich gemacht: „Mein geliebter Sohn, 8 Monate habe ich dich unter meinem Herzen getragen, deine Bewegungen und deine Liebe gespürt. Und doch bist du still auf die Welt gekommen, bevor du richtig da warst. Aber du warst da, so vollkommen, so schön und so perfekt.“ Auch die TSG hatte unter dem Post viel Kraft gewünscht.
Prass erklärte die Geste nach dem Spiel: „Wir wollten ein kleines Zeichen setzen, dass wir hinter ihm stehen und ihm das auch zeigen.“
Da die Aktion vor dem Heidenheimer Block stattfand, reagierten die Heimfans mit Ärger. Co-Trainer Moritz Volz, der den erkrankten Chefcoach Christian Ilzer an der Seitenlinie vertreten hatte, verteidigte seine Spieler. Es sei den Spielern darum gegangen, „sich solidarisch mit einem sehr, sehr geschätzten Kameraden zu zeigen und seiner Familie. Deshalb finde ich es toll“. Den Ort der Geste kommentierte er so: „Ich glaube, die Tatsache, dass das dann vor den gegnerischen Fans war, war mit Sicherheit nicht so ausgewählt, sondern eher einfach tollpatschig.“
Heidenheims Trainer Frank Schmidt erklärte, die FCH-Fans hätten die Aktion falsch verstanden. „Wir wussten natürlich nicht, um was es im Detail geht, haben es dann aber während des Spiels mitbekommen.“ Er habe den Zeugwart zu den Fans geschickt, um die Geste zu erklären. „Deswegen gab es danach auch kein Theater mehr“, sagte Schmidt. Auch der 1. FC Heidenheim wünsche Bebou das Beste.












