Beitragserhöhung kommt später
Gute Nachricht für Millionen ADAC-Mitglieder
Aktualisiert am 05.10.2026 – 16:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich sollten die Mitgliedsbeiträge des ADAC zum Jahreswechsel erhöht werden. Da eine behördliche Auskunft ausbleibt, gerät der Zeitplan des Verkehrsclubs nun jedoch durcheinander.
Der ADAC verschiebt die für Januar geplante Erhöhung seiner Mitgliedsbeiträge. Grund dafür ist eine noch ausstehende verbindliche Auskunft des Bundeszentralamts für Steuern, die der Club für die rechtssichere Umsetzung benötigt. Die höheren Tarife greifen nun voraussichtlich erst im Laufe des ersten Halbjahres.
Bereits im Mai hatten die Delegierten auf der Hauptversammlung die Preisanpassung unter Vorbehalt beschlossen, da die behördliche Bestätigung schon damals fehlte. Da sich der ADAC selbst verpflichtet hat, seine Mitglieder mindestens drei Monate vor einer Preisänderung zu informieren, verzögert sich der gesamte Ablauf.
Viele Mitglieder zahlen alten Tarif
Ob einzelne Beitragszahler von dem Aufschub profitieren, hängt vom jeweiligen Beitrittsmonat ab. Üblicherweise verschickt der Verein die Jahresrechnung in dem Monat, in dem das Mitglied beigetreten ist. Wer beispielsweise im Januar seinen Stichtag hat, zahlt somit noch einmal den alten Tarif. Sollte sich die Auskunft des Bundeszentralamts weiter verzögern, verschiebt sich auch die Erhöhung für die nachfolgenden Monate durch die dreimonatige Vorwarnfrist schrittweise weiter nach hinten.
Für den ADAC mit seinen rund 22,7 Millionen Mitgliedern bedeutet der Aufschub wiederum geringere Einnahmen als geplant. Der Verkehrsclub hat jedoch keine konkreten Zahlen zu den finanziellen Auswirkungen genannt.
Familien zahlen 55 Euro mehr
Die geplante Erhöhung ist die erste seit sechs Jahren. Je nach gewähltem Tarif zahlen Einzelmitglieder künftig zwischen zehn und 35 Euro mehr im Jahr. Die aktuellen Preise liegen hier zwischen 54 und 139 Euro. Deutlich teurer wird es für Familien: Der Premium-Tarif für mehrere Personen steigt um 55 Euro von 239 auf 294 Euro pro Jahr.
Der ADAC nennt gestiegene Kosten für Pannenhilfe, Lebensrettung und andere Leistungen sowie die Erweiterung des Leistungsangebots als Gründe für den Aufschlag. Die für das neue Jahr geplanten Zusatzleistungen – darunter eine Rund-um-die-Uhr-Rechtsberatung bei Verkehrsunfällen – sollen trotz der sich verzögernden Beitragserhöhung wie geplant im Januar starten.











