Rheinhessen
Großbrand in Kunststoffbetrieb – Häuser geräumt, Zuglinie gesperrt
Aktualisiert am 03.08.2026 – 01:28 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Gebäude eines Betriebs brennen. Rund 200 Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer – und die Bevölkerung im Landkreis Mainz-Bingen erhält Warnungen.
Ein Großbrand in einem Kunststoff verarbeitenden Betrieb hält die Einsatzkräfte in Sprendlingen in Rheinhessen in Atem. Mehrere Gebäude auf dem Firmengelände stehen seit Sonntagnachmittag komplett in Flammen, teilte der Landkreis Mainz-Bingen mit.
Rund 230 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsdiensten, THW und Polizei sind vor Ort. Das Feuer sei inzwischen unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht, hieß es gegen Mitternacht. Die Brandursache war noch unklar.
Auch angrenzende Wohnhäuser wurden geräumt. Sechs Bewohner werden den Angaben zufolge von Einsatzkräften betreut. Die Bahnstrecke bei Sprendlingen ist gesperrt, ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.
Eine Einsatzkraft sei aufgrund Hitzeerschöpfung leicht verletzt und wurde vom Rettungsdienst behandelt. Weitere Verletzte gebe es nicht.
Löschwasser aus Bach – und aus Freibad
Wegen der Hitzeperiode sei die Löschwasserversorgung anspruchsvoll, hieß es. Wegen der benötigten Menge war das Wassernetz an der Kapazitätsgrenze. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, musste Wasser aus dem Wiesbach entnommen werden.
Das Freibad muss zunächst geschlossen bleiben, wie es hieß. „Auf der Wasseroberfläche und den angrenzenden Flächen haben sich Rußpartikel niedergeschlagen, zudem ist das Freibad als Löschwasserreserve eingeplant.“
Per Warn-App wurden die Bewohner in Sprendlingen sowie in den umliegenden Orten Badenheim, Pfaffen-Schwabenheim, Biebelsheim, Planig, Bosenheim und Hackenheim vor Sichtbehinderungen und Geruchsbelästigung gewarnt. Sie sollen Fenster und Türen geschlossen halten, Klima- und Lüftungsanlagen ausschalten und das Einsatzgebiet meiden.
Stellenweise haben sich sichtbarer Ruß und Verbrennungsrückstände niedergeschlagen, vor allem im Gemeindegebiet Sprendlingen. Eine besondere Gefahr bestehe diesbezüglich nicht, schrieb der Landkreis. „Eine direkte Berührung soll vermieden werden. Die Rückstände können mit Wasser und Seife entfernt werden.“












