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Home » Gosen-Neu Zittau: Polizei kannte Verdächtigen
Panorama

Gosen-Neu Zittau: Polizei kannte Verdächtigen

By zeit-heute.deAugust 28, 20262 Mins Read
Gosen-Neu Zittau: Polizei kannte Verdächtigen
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19-Jähriger ersticht Ex-Freundin und Erzieher

Bluttat an Schule – Polizei hatte Verdächtigen auf dem Schirm


28.08.2026 – 12:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Beamte vor der Schule: Hier soll der Täter zwei Menschen umgebracht haben.Vergrößern des Bildes

Beamte vor der Schule: Hier soll der Täter zwei Menschen umgebracht haben. (Quelle: Manuel Genolet/dpa)

An einer Schule in Brandenburg tötet ein junger Mann zwei Menschen. Jetzt wird bekannt: Der 19-Jährige war Polizei und Staatsanwaltschaft bereits bekannt – wegen Vorwürfen der Volksverhetzung.

Zwei Menschen sind tot, ein 19-Jähriger ist festgenommen. Am frühen Donnerstagnachmittag soll er an einer Privatschule in Brandenburg seine 18 Jahre alte Ex-Freundin sowie einen 30-jährigen Hort-Erzieher erstochen haben, der die Tat verhindern wollte. Am Tag danach ist die Bestürzung groß, während zum mutmaßlichen Täter mehr und mehr Informationen herauskommen.

Wie zuerst der „Tagesspiegel“ berichtete, wurde gegen den Verdächtigen bereits in der Vergangenheit ermittelt. Allerdings wohl nicht wegen Vorfällen, die auf eine Bedrohung der jungen Frau hindeuteten, sondern wegen Volksverhetzung. Nach Informationen von t-online wurde das Verfahren jedoch eingestellt, weil sich der Verdacht auf strafbares Handeln nicht erhärtete.

19-Jähriger ging an andere Schule

Auf dem Campus der Docemus-Privatschule in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree soll der 19-Jährige nun zugestochen haben. Gegen 13.45 Uhr erreichten die Polizei mehrere Notrufe. Als die Beamten und Rettungskräfte wenig später vor Ort ankamen, konnten sie den beiden Opfern nicht mehr helfen. Alle Wiederbelebungsversuche scheiterten.

Im Video | Zwei Tote bei Gewalttat an einer Schule

Video lädt

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Quelle: dpa

Die Docemus-Privatschule war Berichten zufolge die Schule der Ex-Freundin des Täters. Er selbst soll eine andere Schule in der Region besucht haben.

„Feiger Femizid“: Landtagspräsidentin drückt Trauer und Zorn aus

Zum Motiv teilte die Polizei bislang mit, nach den bisherigen Erkenntnissen sei von einer „Beziehungstat“ auszugehen. Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) bezeichnete die Tat als einen „feigen Femizid, der in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf“.

imago images 0865119195Vergrößern des Bildes
Blumen und Kerzen an der Schule: Trauernde erinnern an die getötete 18-Jährige. (Quelle: IMAGO/Volodymyr Sindieiev/imago)

Femizide werden von Männern begangen, die sich in ihrer Eitelkeit verletzt fühlen und die Frauen als Eigentum betrachten. In Deutschland versucht im Schnitt fast jeden Tag ein Mann, seine aktuelle oder ehemalige Partnerin umzubringen. Zuletzt zählte das Bundeskriminalamt 308 Frauen und Mädchen als Opfer von versuchten und vollendeten Tötungsdelikten „im Bereich Partnerschaftsgewalt“.

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