Erwartungen nicht erfüllt

Zwei Krankenkassen blasen Fusion wieder ab


19.10.2026 – 08:17 UhrLesedauer: 1 Min.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann: Auch aufgrund steigenden Drucks aus der Politik suchen viele Krankenkassen gerade nach Partnern für einen Zusammenschluss. (Quelle: IMAGO/Achille Abboud)

Viele Kassen prüfen gerade einen Zusammenschluss, auch weil der Druck aus der Politik steigt. Ein Vorhaben ist nun aber geplatzt.

Zum 1. Januar 2027 sollte die Fusion zwischen Vivida BKK und BKK Scheufelen unter Dach und Fach sein, doch nun sagen die beiden Betriebskrankenkassen den geplanten Zusammenschluss wieder ab. „Im Verlauf der Vorbereitungen hat sich gezeigt, dass sich die mit der Fusion verbundenen Erwartungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen lassen“, teilt die Vivida BKK mit. Das Zusammengehen der beiden Krankenkasse werden entsprechend nicht weiterverfolgt, beide Krankenkassen bleiben somit eigenständig.

Damit wurde in diesem Jahr bereits die zweite geplante Fusion wieder abgeblasen. Bereits im Mai hatten sich die BIG direkt gesund und die Salus BKK dazu entschieden, bestehende Pläne nicht weiterzuverfolgen.

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Gleichwohl ist die Branche im Umbruch. Kassenvorstände berichten von zahlreichen Fusionsangeboten – nicht zuletzt, da auch die Politik den Druck auf die Krankenkassen erhöht. So sprach sich Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann dafür aus, die Zahl der Kassen von derzeit 92 auf eine niedrige zweistellige Zahl zu reduzieren.

Auch wenn die Kassen sich gegen Zwangsfusionen aussprechen, läuft die Suche nach Partnern in vollen Zügen. Zahlreiche Krankenkassen kündigten in den vergangenen Monaten Zusammenschlüsse an, so etwa die BKK Firmus und die Heimat Krankenkasse sowie die BKK Pfalz und die mkk. Bereits vollzogen ist die Vereinigung von IKK gesund plus und IKK Brandenburg und Berlin: Seit 1. Oktober firmieren diese gemeinsam als IKK gesund plus.

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