Queen-Sänger
Freddie Mercury würde 80: So wild waren seine Jahre in München
03.09.2026 – 03:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Freddie Mercury lebte von 1979 bis 1985 im Münchner Glockenbachviertel. Zum 80. Geburtstag führen Touren zu Orten von damals, Zeitzeugen erzählen.
Am kommenden Samstag (5. September) würde Freddie Mercury 80 Jahre alt. Zwischen 1979 und 1985 hat der Sänger der Popband „Queen“ im Glockenbach- und Gärtnerplatzviertel gelebt.
Mercury kam hauptsächlich wegen der Musik nach München. In den Musicland Studios im Keller des Arabella-Hochhauses arbeitete er mit Produzent Reinhold Mack. Dort nahmen zuvor auch Elton John, Led Zeppelin und die Rolling Stones auf.

Auch Anonymität spielte eine Rolle: Als Weltstar konnte er sich in München freier bewegen als in London. Seine erste Adresse war 1979 eine möblierte Wohnung an der Stollbergstraße 2.
Freddie Mercury war viel im Glockenbachviertel unterwegs
Im Glockenbachviertel gibt es viele Kneipen, die Mercury regelmäßig besucht haben soll. Dazu zählt der Ochsengarten in der Müllerstraße 43, der als Deutschlands älteste Lederbar gilt. Auch die Deutsche Eiche in der Reichenbachstraße 13 gehört dazu, ein Traditionslokal seit 1864. Dietmar Holzapfel, einer der heutigen Inhaber, berichtete einst, Mercury habe dort häufig gefrühstückt – nachmittags um drei, am liebsten Nudeln in Knoblauchöl.
Eine wichtige Rolle in Mercurys Münchner Zeit spielte auch die österreichische Schauspielerin Barbara Valentin. Gemeinsam haben beide eine Wohnung in der Hans-Sachs-Straße 22 gekauft. Valentin hatte als eine der wenigen Frauen Zugang zu Clubs der Schwulenszene.

Einen Höhepunkt erlebte Mercury am 5. September 1985, an seinem 39. Geburtstag. Gefeiert habe er im Travestie-Club Old Mrs. Henderson in der Rumfordstraße 2, der heutigen Paradiso Tanzbar. Teile des Musikvideos zu „Living on My Own“ sollen bei dieser Feier entstanden sein. Kurz darauf verließ Mercury München, weil Queen eine Einladung zum Live-Aid-Konzert in London erhalten hatte.
Der Kinofilm „Bohemian Rhapsody“ zeigte Mercurys Münchner Jahre als Tiefpunkt. Zeitzeugen widersprechen dieser Deutung. Peter Ambacher, Travestiekünstler und damaliger Weggefährte, sagt, München sei für Freddie ein Paradies gewesen – wenn auch keines für die Ewigkeit.











