Sensationsmeister stürzt tief
Leicester erlebt „schlimmsten Moment der Klubgeschichte“
Aktualisiert am 22.04.2026 – 10:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Einst mischte Leicester City die englische Premier League auf und schrieb Fußballgeschichte. Zehn Jahre nach ihrem aufsehenerregenden Titelgewinn fallen die „Füchse“ tief.
Der ehemalige englische Fußball-Meister Leicester City muss genau zehn Jahre nach seinem Titelgewinn erneut den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Die „Füchse“, die erst 2025 aus der Premier League abgestiegen waren, kamen am drittletzten Spieltag der Championship gegen Hull City nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus und können die Abstiegszone damit nicht mehr verlassen.
Liam Millar (18.) und Oli McBurnie (63.) trafen für Hull. James Jordan (52., Foulelfmeter) und Luke Thomas (54.) hatten die Begegnung zwischenzeitlich zugunsten der Gastgeber gedreht.
Leicesters Meisterschaft 2016 gilt als die größte Sensation in der englischen Fußballgeschichte. 2021 folgten die Triumphe im FA Cup gegen den FC Chelsea und im englischen Supercup gegen den damaligen Meister Manchester City. 2008 war Leicester schon einmal in die drittklassige League One abgestiegen, aber nach nur einem Jahr zurückgekehrt – es war der Startschuss für goldene Jahre.
Der neuerliche Absturz hatte sich seit Monaten abgezeichnet. Von den jüngsten 18 Liga-Begegnungen wurde nur eine einzige gewonnen. Überdies wurden Leicester wegen Verstößen gegen die Finanzregeln sechs Punkte abgezogen.
Teile der Fangemeinde protestieren seit geraumer Zeit gegen den Klubboss, den thailändischen Milliardär Khun Aiyawatt ‚Top‘ Srivaddhanaprabha. Andere fordern den Rauswurf von Sportdirektor Jon Rudkin oder attackieren die Spieler („Ihr seid nicht geeignet, dieses Trikot zu tragen!“).
Auch am Dienstagabend riefen die Zuschauer „sack the board“, zu Deutsch „feuert die Führung“. Der frühere Leicester-Profi Matt Piper sprach bei der BBC vom „wohl schlimmsten Moment der Klubgeschichte“.
