Abstimmung in England

Profiliga lehnt Einführung des Videobeweises ab

22.04.2026 – 07:07 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Videobeweis bei einem Premier-League-Spiel: In Englands erster Liga kommt der VAR regelmäßig zum Einsatz. (Quelle: IMAGO/David Blunsden/imago)

Die Klubs der englischen Championship stimmen gegen die Einführung des VAR. Damit bleibt die Liga im europäischen Vergleich ein Sonderfall.

Die Klubs der englischen Championship haben die Einführung des Video Assistant Referee (VAR) für die kommende Saison abgelehnt. Das berichten englische Medien, darunter die BBC und Sky Sports, übereinstimmend. Bei den Vereinen stoße das System auf breite Ablehnung. Das Thema sei nun auf absehbare Zeit vom Tisch.

Diskutiert worden war der Football Video Support (FVS). Die VAR-Variante gewährt Trainern pro Spiel jeweils zwei sogenannte Challenges. Damit können sie Schiedsrichterentscheidungen überprüfen lassen. Einige Trainer hatten sich in den vergangenen Monaten für das System ausgesprochen.

Als Argumente gegen den Football Video Support nannten die Verantwortlichen die Ablehnung durch die Fans sowie zu hohe Kosten. Die Torlinientechnologie, mit der überprüft werden kann, ob der Ball die Torlinie vollständig überquert hat oder nicht, nutzt die Championship dagegen bereits.

In anderen europäischen Zweitligen ist der Videobeweis längst Standard – so auch in der 2. Bundesliga sowie im spanischen und italienischen Unterhaus. Frankreich hatte den VAR in der Ligue 2 zwar beschlossen. Die Umsetzung scheiterte aber ebenfalls an den Kosten, nachdem ein TV-Deal geplatzt war.

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