Plötzlich extremer Bluthochdruck
Deutlichere Symptome verursacht Bluthochdruck an sich typischerweise, wenn die Blutdruckwerte akut – also plötzlich und extrem – ansteigen. Dann können unter anderem Gleichgewichtsprobleme, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit, Nasenbluten oder Übelkeit auftreten.
Solange ein solcher akuter Bluthochdruck ohne Symptome einer Organschädigung einhergeht, sprechen viele Fachleute von einer Blutdruckkrise oder hypertensiven Krise. Betroffene sollten umgehend ärztlichen Rat einholen (zum Beispiel von der Hausärztin oder dem Hausarzt) und sicherstellen, dass ihr Blutdruck binnen weniger Stunden gesenkt wird.
Wichtiger Hinweis
Treten während einer Blutdruckkrise Anzeichen einer akuten Organschädigung auf – wie etwa Sprechstörungen, Lähmungen, getrübtes Bewusstsein, starke Brustschmerzen oder Atemnot –, liegt ein hypertensiver Notfall vor: Dieser erfordert eine sofortige Behandlung im Krankenhaus.
Mögliche Anzeichen für Organschäden durch Bluthochdruck
Dass Blutdruckwerte plötzlich in die Höhe schießen und dabei Beschwerden bis hin zu akut lebensbedrohlichen Organschäden verursachen, passiert allerdings nur selten. Häufig macht sich Bluthochdruck erst durch die Symptome seiner Spätfolgen bemerkbar.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine leichte oder schwere Hypertonie handelt: Irgendwann führt jeder anhaltende Bluthochdruck zu Langzeitschäden und Folgeerkrankungen. Symptome hierfür treten allerdings meist umso früher auf, je stärker der Blutdruck erhöht ist.
Oft zeigen Herz, Gehirn, Beine, Nieren und Augen Anzeichen für Spätfolgen. Bluthochdruck kann aber grundsätzlich überall im Körper Schaden anrichten. Denn er verschlechtert die Durchblutung insgesamt, sodass Gewebe und Organe nicht mehr genug Sauerstoff erhalten.
Das Herz kann als Spätfolge des hohen Blutdrucks dermaßen geschwächt sein, dass eine sogenannte Linksherzinsuffizienz entsteht. Aufgrund der gestörten Durchblutung der Herzkranzarterien entwickeln viele Menschen mit Bluthochdruck zudem eine koronare Herzkrankheit (KHK). Deren wichtigste Symptome sind anfallsartige Brustschmerzen (Angina pectoris). Ferner kann es zu Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und plötzlichem Herztod kommen.
Durchblutungsstörungen im Gehirn können eine Demenz auslösen. Auch Mini-Schlaganfälle (transitorische ischämische Attacken, TIA) und Schlaganfälle sind typische Folgen von Bluthochdruck. Mögliche Symptome eines Schlaganfalls sind etwa eine halbseitige Schwäche oder Lähmung, Verwirrtheit, undeutliches Sprechen oder Empfindungsstörungen wie Kribbeln, in schweren Fällen auch Bewusstlosigkeit.
Schmerzen in den Beinen können Anzeichen für die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) sein, die ebenfalls verbreitet durch Bluthochdruck entsteht. Da die Symptome oft beim Gehen auftreten und im Stehen (etwa vor einem Schaufenster) verschwinden, ist die Erkrankung auch als Schaufensterkrankheit bekannt.
Die verschlechterte Durchblutung der Nieren bewirkt bei vielen Menschen mit Bluthochdruck allmähliches Nierenversagen. Charakteristische Symptome hierfür sind unter anderem Schwäche, Leistungsabfall und geschwollene Beine.












