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Home » Wie Sie sie von der Steuer absetzen
Wirtschaft

Wie Sie sie von der Steuer absetzen

By zeit-heute.deSeptember 9, 20262 Mins Read
Wie Sie sie von der Steuer absetzen
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Bis zu 490 Euro pro Monat

Abnehmspritze und -pille: Wann sie die Steuerlast senken

Aktualisiert am 09.09.2026 – 10:06 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Kosten für die Abnehmspritze oder -pille können unter Umständen als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung geltend gemacht werden. (Quelle: Roberto Pfeil/dpa/dpa-tmn/dpa-bilder)

Die Spritze oder die Pille zum Abnehmen kosten oft mehrere Hundert Euro im Monat. Unter bestimmten Bedingungen können die Ausgaben die Steuerlast senken.

Abnehmspritze und Abnehmpille versprechen Patientinnen und Patienten wirksame Gewichtsabnahme. Die verschreibungspflichtigen Medikamente gibt es in der Apotheke. Ein Haken: Die Mittel sind teuer und müssen dauerhaft angewendet werden. Krankenkassen tragen diese Kosten in der Regel nicht. Allerdings kann der Aufwand unter bestimmten Umständen die Steuerlast senken – denn die Kosten für die verschreibungspflichtigen Medikamente können als außergewöhnliche Belastungen in der Steuererklärung zum Ansatz gebracht werden. Darauf weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) hin.

Damit die Steuerentlastung wirklich greift, muss zunächst die sogenannte zumutbare Eigenbelastung überschritten sein. Sie hängt von der Höhe des Einkommens, vom Familienstand und der Anzahl der Kinder ab. Aufgrund des hohen Medikamentenpreises und der dauerhaften Einnahme kann das aber regelmäßig der Fall sein, schätzt der BVL. Eine Monatspackung der Abnehmpille kostet nämlich zwischen etwa 170 und 280 Euro, die Abnehmspritze schlägt mit bis zu 490 Euro pro Monat zu Buche. Der Preis hängt von der Dosierung ab, welche schrittweise erhöht wird.

Belege müssen lediglich vorgehalten werden

„Bei solch hohen Krankheitskosten lohnt es sich, die Belege zu sammeln“, erklärt BVL-Geschäftsführerin Jana Bauer. Und zwar nicht nur die des Medikaments selbst, sondern auch sämtliche weiteren Belege für angefallene Krankheitskosten sowie Fahrten zu Ärzten, Physiotherapeuten, Osteopathen oder zur Apotheke.

  • Einkommenssteuer: Bis zu dieser Höhe müssen Sie die Krankheitskosten alleine tragen

Pro gefahrenem Kilometer können 30 Cent als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden, wenn der Pkw verwendet wurde. Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die entsprechenden Ticketpreise. Wichtig zu wissen ist, dass zu den weiteren absetzbaren Krankheitskosten nur ärztlich verschriebene Medikamente gehören, nicht aber ein selbst erworbenes Nasenspray oder Schmerztabletten.

„Frei verkäufliche Medikamente können jedoch dann in der Steuererklärung abgesetzt werden, wenn sie vom Arzt verschrieben wurden, beispielsweise mittels Privatrezept“, sagt Jana Bauer. Außerdem sind natürlich die Kosten für Seh- und Hörhilfen und Zahnbehandlungen als Krankheitskosten absetzbar.

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