Penalty-Drama bei Eishockey-WM
Deutschland verliert – aber wendet Aus ab
Aktualisiert am 20.05.2026 – 23:21 UhrLesedauer: 3 Min.
Das deutsche Nationalteam wendet das Debakel bei der Eishockey-WM noch einmal ab. Mit einem Achtungserfolg gegen Topfavorit USA meldet sich das Team zumindest zurück.
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat einen Sieg gegen die USA nur knapp verpasst und sich dem Topfavoriten mit 3:4 nach Penalty-Schießen geschlagen geben müssen. Nach zuvor drei Niederlagen in drei Spielen sicherte sich das DEB-Team zumindest einen ersten kleinen Achtungserfolg. Im Falle einer Niederlage wäre das Vorrundenaus dagegen bereits besiegelt gewesen. Das Erreichen der Overtime sicherte der deutschen Mannschaft aber zumindest einen wichtigen Punkt, der das Weiterkommen weiter möglich macht.
Kapitän Moritz Seider brachte die deutsche Auswahl mit einem Blitztreffer nach genau einer Minute mit 1:0 in Führung. Nach den Toren von Isaac Howard (15.) und Max Sasson (26.) übernahm die dann aber zunächst die USA. Frederik Tiffels (30.) und Marc Michaelis (33.) drehten die Partie dann aber wieder zugunsten der deutschen Mannschaft. Knapp sechs Minuten vor dem Ende traf Tommy Novak dann zum 3:3. Nach einer torlosen Overtime brachte das Penalty-Schießen dann die Entscheidung.
Die deutsche Mannschaft muss nun ihre letzten drei Vorrundenspiele gegen Ungarn am Freitag (16.20 Uhr im Liveticker bei t-online), Österreich am Samstag und Aufsteiger Großbritannien am Montag gewinnen, um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. Dabei ist die deutsche Mannschaft jetzt aber auch auf fremde Schützenhilfe angewiesen.

So lief das Spiel:
Bei den Amerikanern, die zuvor nur die Briten besiegt hatten, gab Matthew Tkachuk sein WM-Debüt. Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger mit den Florida Panthers hatte die ersten Spiele verpasst, weil er zum ersten Mal Vater geworden war. Der 28-Jährige war der einzige Olympiasieger von Mailand im US-Team, von den Weltmeistern des vergangenen Jahres standen nur noch zwei auf dem Eis.
„Wir stehen mit dem Rücken an der Wand“, hatte Seider vor dem ersten Bully bei MagentaTV gesagt: „Wir haben jetzt vier K.o.-Spiele.“ Seine wichtigste Forderung: „Wir müssen endlich Tore schießen wollen, das muss das Mindset sein.“
Der Kapitän nahm sich selbst beim Wort und brachte das deutsche Team früh zum ersten Mal bei diesem Turnier in Führung. Auf dem Eis stand dabei die Paradereihe mit den beiden NHL-Stürmern Lukas Reichel und Samanski sowie dem Berliner Geburtstagskind Tiffels, die bislang fast alleine für die deutsche Offensive zuständig war.
Tkachuk und Co. kamen nur langsam in Schwung, zudem parierte Grubauer zunächst alle Schüsse auf sein Tor. Bis die DEB-Auswahl mal wieder dem Gegner half: Tiffels passte vors eigene Tor, wo Fabio Wagner die Scheibe verlor, Howard nahm das Geschenk zum Ausgleich für das Team USA, das die WM-Generalprobe gegen Deutschland in Mannheim mit 5:2 gewonnen hatte, dankend an.












