Matthäus-Rat an Kompany
„Auch wenn es mir selbst wehtut“
16.10.2026 – 18:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Der FC Bayern steckt nach zwei Unentschieden in einer Mini-Krise. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat eine klare Empfehlung für Vincent Kompanys Team.
Die Mini-Krise, in die der FC Bayern nach zwei Unentschieden in Augsburg (2:2) und Stavanger (3:3) gerutscht ist, beschäftigt auch Lothar Matthäus. Bei diesen beiden Ausrutschern hat der Rekordnationalspieler gewisse Probleme vor allem in der Defensive der Münchner ausgemacht. „Da war ab und zu Undiszipliniertheit drin, die Absicherung hat gefehlt, die Positionen wurden nicht halten“, sagte Matthäus am Rande der Premiere der Doku „Müller-Wohlfahrt – Der Arzt der Champions“ in München.
Man dürfe die Bälle nicht so einfach verlieren, müsse nach Ballverlusten aktiver angreifen. All das seien „Dinge, die schon in der letzten Saison passiert sind“, so der Rekordnationalspieler.
- „Es gab heftige Kämpfe“: Müller-Wohlfahrt packt über Zoff mit Guardiola aus
- „Es ist wurscht, wie ich mich fühle“: Der geläuterte Herr Wagner
„Deshalb würde ich einfach mal etwas sagen, auch wenn mir das eigentlich selbst wehtut: Ein bisschen weniger offensiv und dafür ein bisschen Sicherheit in der Defensive würde Bayern nicht schaden.“ Warum Matthäus das wehtut? „Dann schießen sie aber keine 122 Tore mehr, die sie in der letzten Saison geschossen haben und auch ich eigentlich lieber sehe.“
„Wenn es um alles geht, können Bayern solche Fehler wehtun“
Aufgrund der offensiven und bisweilen auch riskanten Spielweise, auf die Cheftrainer Vincent Kompany setzt, sei es „völlig normal, dass sie dann mal das eine oder andere Gegentor mehr bekommen“, so Matthäus. In der Bundesliga könne Bayern „das alles noch verkraften und irgendwann mal zurechtrücken“, so Matthäus weiter. „Aber wenn es dann in den K.o.-Spielen um alles geht, dann können Bayern solche Fehler wehtun. Deswegen müssen sie die schnellstmöglich abstellen.“
Zumal die Bayern in den kommenden Wochen fast ausschließlich gegen Top-Mannschaften wie am Samstag Leipzig, Arsenal (21. Oktober), Borussia Dortmund (31. Oktober) oder Atlético Madrid (3. November) ranmüssen.
„Das ist für Bayern doch gerade ein Vorteil, wenn sie wahrscheinlich gegen Mannschaften spielen, die nicht so defensiv spielen wie Schalke, der FC Augsburg oder jetzt eben auch Viking Stavanger“, sagt Matthäus über das Hammerprogramm, das jetzt auf die Bayern zukommt.
Matthäus wies zudem darauf hin, dass sich Bayern sowohl in Augsburg als auch in Stavanger „zumindest viele Chancen“ herausgespielt habe. „Also das ist ja alles da. Wenn das jetzt auch noch fehlen würde, dann würde ich mir Sorgen machen“, so Matthäus. „Aber Sorgen um den FC Bayern muss man sich momentan nicht machen.“ Ob das so bleibt, werden schon die nächsten beiden Heimspiele gegen Leipzig und Arsenal zeigen.











