Bundesliga
Später Treffer gegen Köln: Frankfurt schafft Befreiungsschlag
Aktualisiert am 16.10.2026 – 22:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Gegen den 1. FC Köln hat Eintracht Frankfurt vor allem in Halbzeit eins große Probleme. Doch ein DFB-Stürmer schlägt in der Schlussphase eiskalt zu.
Eintracht Frankfurt hat in der Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag geschafft und das Freitagabendspiel gegen den 1. FC Köln knapp mit 1:0 (0:0) gewonnen. Die Eintracht, die vor allem aufgrund ihrer Defensivschwäche unter Druck stand und zuletzt 0:6 gegen Leipzig verloren hatte, startete auch gegen den Klub aus der Domstadt nicht gut in die Partie. Gleich mehrfach musste Nationaltorhüter Noah Atubolu seinen Klub vor dem Rückstand bewahren inklusive einer Glanztat wenige Sekunden nach Anpfiff.
Doch in der zweiten Halbzeit drehte die Eintracht auf, war zunehmend die bessere Mannschaft und belohnte sich in der 77. Minute durch einen Treffer von DFB-Stürmer Younes Ebnoutalib mit dem Sieg. Durch die drei Punkte stehen die Frankfurter mit nun acht Zählern vorerst auf Tabellenplatz acht, Köln ist mit sieben Punkten Elfter.
So lief das Spiel
Jubilar Noah Atubolu im Frankfurter Tor, der sein 100. Bundesliga-Spiel absolvierte, war bereits nach 40 Sekunden gefordert und entschärfte einen Schuss von Kölns Stürmer Marius Bülter. Beim Sechs-Gegentore-Debakel in Leipzig waren die Hessen vor einer Woche bereits zu einem solch frühen Zeitpunkt in Rückstand geraten.
Besonders im Fokus stand Kapitän Robin Koch, den Hütter in Leipzig nach einer Halbzeit ausgewechselt hatte. „Er ist 30 Jahre alt, er hat schon viele Spiele absolviert, ist hier ein Schlüsselspieler, Kapitän – deswegen kann man auch von einem Kapitän ein bisschen mehr verlangen“, sagte der Österreicher vor Anpfiff bei Sky. Dass Koch sein Kapitän bleibe, hatte Hütter in dieser Woche bereits klargemacht.
Erstmals zu sehen war der schwer kritisierte Abwehrchef nach zwölf Minuten, als ihm Nationalspieler Saïd El Mala entwischte und Koch sich nur mit einem Foul zu helfen wusste. Koch hatte Glück, dass es Schiedsrichter Benjamin Brand in dieser Situation bei einer Ermahnung beließ.
Nach dem frühen Schreckmoment war sonst aber eher die Eintracht tonangebend. Stürmer Younes Ebnoutalib (3.) und Farès Chaïbi (9.) vergaben im Strafraum die ersten Möglichkeiten für die Hessen.
Während die Gastgeber oft zu ungenau abschlossen, scheiterten die Kölner immer wieder an Torhüter Atubolu. Der 24-Jährige, der im Sommer vom SC Freiburg an den Main kam, zeigte starke Strafraumbeherrschung und vereitelte eine weitere Chance von Stürmer Bülter nach einer guten halben Stunde. In der letzten Szene vor dem Pausenpfiff schoss El Mala nach sehenswertem Solo klar am Tor vorbei.
Zwar bemüht, aber relativ unsichtbar war Ex-Weltmeister Mario Götze, der im Zentrum den Vorzug vor dem zuletzt schwachen Aseko erhielt. „Mit Mario haben wir einen Spieler, der sehr erfahren ist und uns in dieser Situation auch guttut“, sagte Hütter. Überraschend verzichtete hatte der Österreicher in seiner Startelf auf den torgefährlichen Can Uzun.












