„Unnötig hohe Kosten“
Chemie-Riese schließt Standort in Hamburg
11.09.2026 – 16:24 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Spezialchemiekonzern Evonik gibt zwei deutsche Standorte auf. Auch Hamburg ist betroffen. Insgesamt 90 Menschen verlieren ihre Arbeitsplätze.
Der Spezialchemiekonzern Evonik will zwei Standorte in Deutschland schließen. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sollen die Niederlassungen in Bitterfeld und Hamburg im kommenden Jahr schließen. Evonik will die dortigen Geschäfte künftig an größeren Standorten bündeln.
In Hamburg arbeiten derzeit 50 Menschen im Bereich Kosmetik- und Pflegeprodukte. In Bitterfeld produzieren 40 Beschäftigte Chlorsilane. Für die Beschäftigten will Evonik in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern möglichst sozialverträgliche Lösungen finden.
Bündelung soll Kosten senken
Produktions-, Verwaltungs- und Laborstrukturen seien in einigen Bereichen zu stark fragmentiert, sagte Claus Rettig, Interims-Vorstandsvorsitzender von Evonik. „Das führt zu unnötig hohen Kosten und schwächt unsere Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb müssen wir Evonik auch räumlich stärker bündeln und unsere Strukturen gezielt konzentrieren, um effizienter zu arbeiten, Innovationen schneller voranzutreiben und so unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“
2017 hatte Evonik den Hamburger Kosmetikspezialisten Dr. Straetmans übernommen. Damals kündigte der Konzern an, Hamburg zum weltweiten Kompetenzzentrum für Konservierungslösungen auszubauen. Dr. Straetmans beschäftigte zu diesem Zeitpunkt mehr als 60 Mitarbeiter und entwickelte alternative Konservierungssysteme für Kosmetikprodukte.











