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Home » Frankfurter Fotograf erlebte Terror in New York
Deutschland

Frankfurter Fotograf erlebte Terror in New York

By zeit-heute.deSeptember 11, 20263 Mins Read
Frankfurter Fotograf erlebte Terror in New York
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„Es gab keine Geräusche“

So erlebte ein Frankfurter Fotograf den Horror des 11. September


Aktualisiert am 11.09.2026 – 19:28 UhrLesedauer: 2 Min.

NUR ZUR VERWENDUNG FÜR BERICHTERSTATTUNG ZUR AUSSTELLUNG IN FRANKFURT 2026.Vergrößern des Bildes

Helmut Fricke vor den Trümmern des World Trade Center: Die Maske bekam er erst einige Tage nach dem 11. September. (Quelle: Helmut Fricke)

Helmut Fricke war nur wenige Hundert Meter vom World Trade Center entfernt, als die Türme einstürzten. 25 Jahre später zeigt der Frankfurter Fotojournalist seine Aufnahmen.

Die Terroranschläge des 11. September 2001 veränderten die Welt und gingen als einschneidendes Geschichtsereignis in das kollektive Gedächtnis ein. Der Frankfurter Fotograf Helmut Fricke war in nächster Nähe im Einsatz, beobachtete, wie die Türme einstürzten, hielt den Schrecken fest, den die Menschen in New York erlebten.

Der Fotojournalist der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) war zufällig in New York, berichtete über die Fashion Week. Dann habe er einen Anruf aus der Redaktion bekommen, dass ein Flugzeug in die Twin Towers geflogen sei, berichtete Fricke in der Zeitung rückblickend.

Vom Terroranschlag des 11. September 2001 gezeichnete Menschen in New York: Der Fotograf Helmut Fricke wurde selbst von der Staubwolke der einstürzenden Türme erfasst.Vergrößern des Bildes
Vom Terroranschlag des 11. September 2001 gezeichnete Menschen in New York: Der Fotograf Helmut Fricke wurde selbst von der Staubwolke der einstürzenden Türme erfasst. (Quelle: Helmut Fricke)

Plötzlich steht der Fotograf selbst in der Staubwolke

200 bis 300 Meter war Fricke von den Türmen entfernt, als es zum Einsturz kam, sagte er in einem Videobeitrag auf Instagram der Moderatorin Dany Michalski. „Es gab keine Geräusche, absolute Stille. Der Staub war so dicht, dass er alles geschluckt hat.“ Zuvor hatte er noch fliehende Menschen fotografiert, plötzlich stand er in der Staubwolke und fürchtete um sein Leben.

In der „FAZ“ erinnert er sich: „Hatte ich mich vorher aufs Fotografieren konzentriert, dachte ich jetzt, gleich würde mir ein Stein auf den Kopf fallen oder Geröll mich begraben.“ Als die Wolke vorbeigezogen war, fotografierte Fricke weiter. Er sah Menschen, die sich Kleidungsstücke umgebunden hatten, oberkörperfrei oder nur im BH davonliefen. Dabei sei er wie in Trance gewesen, berichtete er später in der „FAZ“, funktionierte und fotografierte weiter.

„Dann stürzte irgendwann der zweite Turm zusammen. Da war ich dann schon wieder vorbereitet“, erinnert er sich. Die Situation in der Staubwolke beschreibt er als absolutes Chaos: „Du kannst nicht den Unterschied feststellen, ob ein Stück Metall herunterfällt oder ein Mensch.“

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25 Jahre später sind die Fotos in Frankfurt zu sehen

Zunächst habe Fricke nicht gewusst, was genau geschehen war. Dass es sich um einen Terroranschlag handelte, erfuhr er erst später, als er die Filme entwickelt, gescannt und nach Frankfurt geschickt hatte. Insgesamt blieb der Fotograf zehn Tage in New York. Seine Bilder dokumentieren deshalb nicht nur die unmittelbare Katastrophe, sondern auch die Tage danach: die zerstörten Straßenzüge, erschöpfte Menschen und den Zusammenhalt in der Stadt.

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