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Home » Carsten Maschmeyer nennt Politik der Regierung „frech“
Politik

Carsten Maschmeyer nennt Politik der Regierung „frech“

By zeit-heute.deApril 15, 20262 Mins Read
Carsten Maschmeyer nennt Politik der Regierung „frech“
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Kritik an Merz und Klingbeil

„Einfach nur frech“: Maschmeyer rechnet mit Schwarz-Rot ab


14.04.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Carsten Maschmeyer: Der Investor zeigt sich unzufrieden mit der Entlastungsprämie. (Quelle: IMAGO/Klaus W. Schmidt/imago)

Ein Top-Investor nennt den Kurs der Regierung „frech“. Maschmeyers Kritik: Betriebe sollen zahlen, Selbstständige bleiben außen vor.

Star-Investor Carsten Maschmeyer hat angekündigt, seinen Mitarbeitern die Entlastungsprämie auszuzahlen – und in derselben Mitteilung die Bundesregierung scharf kritisiert. Maschmeyer schrieb bei X: „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Maschmeyer Group werden die 1.000 Euro Entlastungsprämie so schnell wie möglich bekommen. Denn gute Arbeit verdient Anerkennung.“

Gut findet Maschmeyer die Umsetzung der Idee aber wohl nicht. So schreibt er weiter: „Gleichzeitig finde ich es einfach nur frech, wenn das Finanzministerium schreibt ‚wir entlasten‘ und diese Entlastung dann den Arbeitgebern überlässt.“ Viele Unternehmer seien nicht in der Lage, die Summen selbst zu bezahlen. „Und Selbstständige gehen wieder komplett leer aus.“

Auch der Vizepräsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hält die Entlastungspaket-Pläne der Bundesregierung für wenig effektiv. „Sie sind aus meiner Sicht nicht zielführend. Jetzt wird mit der Gießkanne entlastet, und das ist unter dem Strich sehr teuer und führt zu großen Mitnahmeeffekten“, sagte IWH-Vize Oliver Holtemöller dem MDR.

Die schwarz-rote Koalition im Bund hatte unter anderem angekündigt, die Energiesteuer bei Diesel und Benzin für zwei Monate um jeweils rund 17 Cent brutto pro Liter zu senken. „Wir verbessern dadurch die Situation zwar für einige Menschen, die dann an der Zapfsäule etwas weniger bezahlen müssen, aber insgesamt für das Land bringt das natürlich keine Verbesserung“, bemängelte Holtemöller.

Zudem soll es Arbeitgebern ermöglicht werden, Beschäftigten eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1.000 Euro zu zahlen. Auch dieses Vorhaben ist nach Holtemöllers Einschätzung wenig durchdacht: „Und auch hier sind die Verteilungswirkungen ungerecht, denn es werden vor allen Dingen Menschen in Unternehmen profitieren, die gut dastehen, die sich diese Prämie leisten können, die das auszahlen können.“

In besonders von der Krise betroffenen Unternehmen sei kein Finanzpolster da, um diese Extraprämie an Beschäftigte auszuzahlen. „Also, hier kann man eigentlich auch nur den Kopf schütteln.“

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