Flasche auf Mitreisende geworfen?
Nach Streit im Zug: Strafbefehl gegen Linken-Politikerin
03.07.2026 – 15:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Abgeordnete Gökay Akbulut behauptet, im Zug belästigt worden zu sein. Die Justiz sieht es anders – und verhängt eine hohe Geldstrafe.
Eine Auseinandersetzung zwischen der Linken-Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut und Mitreisenden in einem Zug vom kurpfälzischen Heidelberg nach Stuttgart im Januar 2025 hat ein juristisches Nachspiel für die Politikerin. Das Amtsgericht Stuttgart erließ einem Gerichtssprecher zufolge einen Strafbefehl gegen Akbulut.
Demnach muss die Mannheimer Politikerin wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung eine Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen zu je 430 Euro bezahlen. Zuvor hatte der SWR berichtet.
Laut dem Gerichtssprecher ist der Strafbefehl bislang nicht rechtskräftig. Akbulut habe Einspruch eingelegt – allerdings nur gegen die Höhe der einzelnen Tagessätze. Eine Anfrage an das Büro der Bundestagsabgeordneten blieb zunächst unbeantwortet.
Akbulut soll Streit begonnen haben
Die Linken-Politikerin hatte Ende Januar 2025 auf ihrem Instagram-Kanal geschrieben, sie sei in einem Zug beleidigt und angegriffen worden. Ihr sei von einem Mann eine Bierflasche gegen den Kopf geworfen worden, zudem sei sie rassistisch beleidigt und sexuell belästigt worden, so Akbulut.
Kurz darauf kamen Zweifel an der Darstellung auf. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete, dass Akbulut zuvor ebenfalls Mitreisende beleidigt haben soll. Die Zeitung zitierte zwei Augenzeugen, die beschrieben, Akbulut habe eine Flasche in Richtung einer Gruppe Fußballfans geworfen, woraufhin ein Gegenstand zurückgeworfen worden sei. Daraufhin ermittelte die Staatsanwaltschaft auch gegen die Politikerin.
Akbulut ist seit 2017 Mitglied des Bundestags und hat ihren Wahlkreis in Mannheim.












