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Home » Bombenzyklon kommt – Sturm bringt Gewitter
Panorama

Bombenzyklon kommt – Sturm bringt Gewitter

By zeit-heute.deOktober 22, 20263 Mins Read
Bombenzyklon kommt – Sturm bringt Gewitter
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Gleich zwei Stürme ziehen auf

Bombenzyklon steuert auf Deutschland zu


Aktualisiert am 22.10.2026 – 14:17 UhrLesedauer: 3 Min.

Die Grafik des Wettermodells ECMWF zeigt das Zentrum des Sturmtiefs am Samstag an der deutschen Küste: Das Wetter in Deutschland wird stürmisch.Vergrößern des Bildes

Die Grafik des Wettermodells ECMWF zeigt das Zentrum des Sturmtiefs am Samstag an der deutschen Küste: Das Wetter in Deutschland wird stürmisch. (Quelle: ECMWF)

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Ein Bombenzyklon nimmt Kurs auf Deutschland und kippt die Großwetterlage. Kaum ist dieser Sturm durch Deutschland gefegt, folgt der zweite. Auch in der Nacht der Zeitumstellung wird das Wetter stürmisch.

Gleich zwei atlantische Sturmtiefs treffen in den kommenden Tagen in rascher Folge auf Deutschland. „Goldenes Oktoberwetter ist gestrichen und wir müssen uns auf windiges und nasses Wetter einstellen“, schreibt die Diplom-Meteorologin Renate Molitor in einer Wetterprognose für t-online.

Der erste Sturm bringt ab Freitagabend kräftigen Wind und Regen, in der Nacht zum Samstag sind an der Nordseeküste und auf den Gipfeln der Mittelgebirge Orkanböen möglich. Kaum ist „Luise“ (international auch „Austen“ genannt) durchgezogen, folgt am Sonntag bereits das nächste Sturmtief. Vom Westen her fegt es durch Deutschland. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt: In den Staulagen von Eifel, Rothaargebirge und Schwarzwald droht Dauerregen.

Hier herrscht besondere Sturmgefahr

Der Freitagvormittag verläuft im Osten Deutschlands zunächst noch verhältnismäßig freundlich. Im Westen braut sich hingegen der Sturm bereits zusammen. „Die Regenwolken breiten sich zum Nachmittag weiter in den Osten aus. Im Westen bleibt es dennoch sehr wechselhaft mit kräftigen Schauern und am Oberrhein kann es auch einzelne Gewitter geben“, prognostiziert die Meteorologin.

„Besonders von Nordrhein-Westfalen bis nach Baden-Württemberg herrscht Sturmgefahr“, so Molitor. „In höheren Lagen kann es schwere Sturmböen bis orkanartige Böen geben.“ Vorsicht also vor herumfliegenden Ästen. Im Straßenverkehr kann es gefährlich werden. „Hier, aber auch im Bahnverkehr, kann es zu Einschränkungen kommen“, warnt die Wetterexpertin.

Der Kerndruck des Tiefs wird dabei so schnell fallen, dass man von einem Bombenzyklon sprechen kann. In der Fachliteratur wird dieses Phänomen als rapide Zyklogenese bezeichnet. Die Definition stammt aus dem Jahr 1980, als die Meteorologen Frederick Sanders und John Gyakum erstmals die Dynamik solcher Systeme untersuchten. In ihrer Studie „Synoptic-Dynamic Climatology of the Bomb“ legten sie fest: Als „Bombe“ gilt ein Tief, dessen Luftdruck innerhalb von 24 Stunden um mindestens 24 Hektopascal fällt.

Dieser schnelle Druckabfall entsteht, wenn kalte Luft aus nördlichen Breiten auf warme, feuchte Luftmassen aus dem Süden trifft. Solche Stürme bringen nicht nur starken Regen oder Schnee, sondern oft auch orkanartige Böen und Sturmfluten.

Sturmtief bringt Regen, Sturmböen und Orkan

Auch in Nacht zum Samstag bleibt das Wetter in Deutschland stürmisch. Auffrischender Wind bringt Sturmböen an die Küsten und in die Mittelgebirge, auf den Gipfeln sind teils orkanartige Böen zu erwarten – auf dem Brocken erreicht der Sturm laut DWD sogar Orkanstärke. Tagsüber lässt der Wind zwar etwas nach, Sturmböen zwischen 60 und 80 Kilometern pro Stunde bleiben aber zunächst bestehen und klingen erst am Samstagnachmittag vorübergehend ab.

Im Norden regnet es häufig, im Rest des Landes ziehen Schauer durch, dazwischen gibt es aber auch Auflockerungen. In der Osthälfte, etwa von der Neiße bis zum Elbsandsteingebirge, kann es vorübergehend sogar länger sonnig sein. Die Temperaturen sinken spürbar: Im Regen sind nur 5 bis 9 Grad drin, im Trockenen bis zu 15 Grad.

Live-Wetterkarte: So bewegt sich der Sturm durch Deutschland

Wo genau Sie mit Regen und Gewittern rechnen müssen, zeigt unsere Live-Wetterkarte.

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