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Die Bauchspeicheldrüse – rund um die Uhr aktiv
24.09.2026 – 08:38 UhrLesedauer: 4 Min.
Die Bauchspeicheldrüse arbeitet rund um die Uhr: Sie hilft bei der Verdauung von Nahrung und steuert den Blutzuckerspiegel. Erfahren Sie hier, warum das Organ so wichtig ist.
Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, erfüllt lebenswichtige Aufgaben. Sie bildet Verdauungsenzyme, die im Darm die Nahrungsbestandteile aufspalten. Ebenso produziert sie Hormone für die Regulation des Blutzuckers. Funktioniert das Organ nicht mehr richtig, hat das Auswirkungen auf die Gesundheit. t-online erklärt, was passiert, wenn das Organ Schaden nimmt – und welche Warnzeichen Sie kennen sollten.
Die Bauchspeicheldrüse: wichtig für die Verdauung
Die Bauchspeicheldrüse ist etwa 12 bis 18 Zentimeter lang, bis zu 100 Gramm schwer und liegt hinter dem Magen. Sie bildet Verdauungssaft mit verschiedenen Verdauungsenzymen. Dieser gelangt durch einen Verbindungsgang in den Dünndarm. Dort helfen die Enzyme bei der Verdauung. Zu den Verdauungsenzymen gehören unter anderem:
- Lipasen, die Fette spalten
- Amylasen, die Kohlenhydrate zersetzen
- Proteasen, die Eiweiße verdauen
Täglich gibt die Bauchspeicheldrüse bis zu zwei Liter Verdauungssekret in den Dünndarm ab. Nur wenn Nahrungsbestandteile ausreichend aufgespalten werden, kann der Körper wichtige Nährstoffe und Vitamine aufnehmen und verwerten. Funktioniert die Bauchspeicheldrüse nicht richtig, etwa aufgrund einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), können Betroffene erhebliche Verdauungsbeschwerden bekommen, etwa Bauchkrämpfe, Blähungen und Durchfälle.
Insulin reguliert den Blutzucker
Die Bauchspeicheldrüse ist nicht nur für die Verdauung bedeutsam. Sie reguliert auch den Blutzucker, indem sie wichtige Hormone bildet. In der Bauchspeicheldrüse liegen die Langerhans-Inseln. Diese Inselzellen produzieren verschiedene Hormone für den Stoffwechsel. Die drei wichtigsten Hormone sind:
- Insulin: Entsteht in den Betazellen.
- Glukagon: Entsteht in den Alphazellen.
- Somatostatin: Entsteht in den Deltazellen.
Die gebildeten Hormone werden nicht wie die Verdauungsenzyme in den Darm, sondern in das Blut abgegeben.
Die Aufgaben von Insulin, Glukagon und Somatostatin
Insulin senkt den Blutzuckerspiegel. Es sorgt dafür, dass Zucker aus dem Blut in die Körperzellen aufgenommen werden kann. Der aufgenommene Zucker wird unter anderem als Glykogen gespeichert – bedeutende Speicher sind die Muskulatur und die Leber. Glukagon ist der Gegenspieler von Insulin und erhöht den Blutzuckerspiegel bei Hunger oder Anstrengung. Es signalisiert der Leber, gespeicherten Zucker ins Blut abzugeben.
Somatostatin wirkt als bremsendes Steuerungshormon im Stoffwechsel. Es drosselt die Ausschüttung von Insulin und Glukagon, um starke Blutzuckerschwankungen zu verhindern. Im Magen-Darm-Trakt beeinflusst es zudem die Bildung von Magensäure und Verdauungssekreten.
Die Bauchspeicheldrüse kennt keine Pausen
Die Bauchspeicheldrüse arbeitet unaufhörlich. Selbst ohne Nahrungszufuhr oder wenn der Körper schläft, ist das Organ aktiv. Allerdings passt sich die Aktivität dem Bedarf des Körpers an. Im Schlaf oder im nüchternen Zustand schüttet die Bauchspeicheldrüse ständig eine kleine Grundmenge an Insulin und dessen Gegenspieler Glukagon aus, um den Blutzucker stabil zu halten. Nach einer Mahlzeit erhöht sich die Insulinbildung deutlich. Etwa zwei Stunden nach dem Essen ist der Blutzuckerspiegel bei einem gesunden Zuckerstoffwechsel wieder auf ein normales Niveau gesunken, genauer: unter 140 Milligramm pro Deziliter (mg/dl).











