Die Sicherheitsmaßnahmen des ZDF
Andrea Kiewel im „Fernsehgarten“ von Bodyguard begleitet
Aktualisiert am 04.10.2026 – 15:09 UhrLesedauer: 3 Min.
Auch der „Fernsehgarten“ muss sich neuen Realitäten stellen. Bedrohungsszenarien stellen die ZDF-Produktion vor Herausforderungen, wie t-online-Recherchen zeigen.
Wer an den „ZDF-Fernsehgarten“ denkt, hat Bilder einer schrillen Moderatorin vor Augen, kuriose Spiele oder Auftritte von Schlagerstars. Womöglich schießt einem auch der Gedanke an die eigentümliche Mischung des Publikums durch den Kopf: Männer in bunten Kostümen, Frauen, die gekleidet sind wie bei Junggesellinnenabschieden im Altstadtkern einer x-beliebigen deutschen Kleinstadt.
In der Folge vom 4. Oktober holte Andrea Kiewel auf einmal ihren Bodyguard vor die Kamera. Der sollte eine Suppe von ZDF-Koch Sebastian Lege probieren. Aber wer denkt beim „Fernsehgarten“ einen verstärkten Personenschutz für Andrea Kiewel? Oder an Messerangriffe? Wie t-online weiß, sind das Themen, die die Verantwortlichen des ZDF-Formats sehr wohl umtreiben.
Moderatorin Andrea Kiewel wird bei den „Fernsehgarten“-Ausstrahlungen auf Schritt und Tritt von mindestens einem Personenschützer begleitet, teilweise sind es auch mehrere Männer. Bilder aus den Übertragungen zeigen meist einen groß gewachsenen, unauffällig gekleideten Mann mit Sonnenbrille, der sich im Hintergrund aufhält und die unmittelbare Umgebung im Auge behält.

Der langjährige „Fernsehgarten“-Koch Armin Roßmeier sagte t-online im Interview 2025, die Sicherheitsmaßnahmen würden seit Jahren verschärft: „Seit dem ersten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin im Dezember 2016. Damit fing alles an.“
Zuletzt habe die Produktion den Personenschutz und die Kontrollen noch einmal verstärkt. Ein ungewöhnlicher Vorgang, der teils bizarre Folgen hat, wie Roßmeier erklärte. Im vergangenen Jahr sei er angemacht worden, weil er seine Messer nicht gefunden hatte. „Nein, das waren die Vorsichtsmaßnahmen. Am Set dürfen keine Messer mehr offen auf dem Tisch liegen.“
Was früher normal war, ist heute streng verboten. Die Gefahrenlage wird inzwischen anders bewertet. Der Grund: „Die Zuschauer stehen rund um mein Set, das sind nur zwei Meter zwischen denen, Andrea Kiewel und mir. Jeder weiß, ein Kochmesser ist eine Waffe, vor allem die Profi-Messer, die wir benutzen“, so Armin Roßmeier.
130 Mitarbeiter, bis zu 6.000 Zuschauer
Die Messergewalt der vergangenen Jahre: Sie ist offenbar auch am „ZDF-Fernsehgarten“ nicht spurlos vorbeigegangen. Angriffe auf offener Straße, Messerattacken mit Todesfolge oder islamistischer Terror wie bei dem Szenario im August 2024 in Solingen wirken nach. Live-Veranstaltungen mit Publikum vor Ort, wie es bei der ZDF-Sendung vom Mainzer Lerchenberg der Fall ist, werden mit besonderem Augenmerk behandelt. Schließlich sind auf dem 90.0000 Quadratmeter großem Areal pro Ausgabe neben den 130 Teammitgliedern 5.000 bis 6.000 Zuschauer auf dem Gelände.












