Hälfte seines Preisgeldes
Sexistische Aussage: Tennisprofi kassiert saftige Geldstrafe
01.06.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach einer Niederlage bei den French Open macht Adolfo Daniel Vallejo eine abfällige Aussage über die Schiedsrichterin – und zahlt dafür einen hohen Preis. Turnierdirektorin Amélie Mauresmo bestätigt die Strafe.
65.000 US-Dollar muss der paraguayische Tennisprofi Adolfo Daniel Vallejo bei den French Open in Paris zahlen. Das entspricht der Hälfte seines Preisgeldes. Es ist die Strafe für eine sexistische Aussage über Schiedsrichterin Ana Carvalho nach seiner Zweitrunden-Niederlage.
Turnierdirektorin Amélie Mauresmo gab die Strafhöhe bei einer Presserunde bekannt. Das Grand-Slam-Turnier hatte zuvor „jegliche sexistische Äußerung“ aufs Schärfste verurteilt und „eine empfindliche Geldstrafe“ angekündigt.
Vallejo rudert nach öffentlichem Aufschrei zurück
Auslöser war eine Aussage des 22-Jährigen gegenüber dem Tennis-Magazin „Clay“. Nach seiner Fünfsatzniederlage gegen den 17-jährigen Franzosen Moïse Kouamé sagte Vallejo: „Ein solches Match muss von einem Mann geleitet werden, für eine Frau ist das sehr schwierig.“
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Das knapp fünfstündige Match auf dem Court Suzanne Lenglen war von einer aufgeheizten Atmosphäre geprägt. Viele Franzosen auf den Rängen hatten mächtig Stimmung für Kouamé gemacht. Bei diesen Bedingungen brauche man „viel Kraft, um gegen die Zuschauer anzukommen“, meinte Vallejo.
Bei Instagram entschuldigte sich der Tennisprofi. Er sei „sehr aufgebracht und emotional aufgewühlt“ gewesen, schrieb er. Seine Aussagen seien aber falsch interpretiert worden: „Ich möchte außerdem klarstellen, dass ich ihr die Niederlage nicht anlaste, sie hat während des gesamten Spiels eine gute Leistung gezeigt.“











