230 Mitarbeiter betroffen
Deutschlands größter Wursthersteller schließt ein Werk
Aktualisiert am 06.11.2026 – 11:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Deutschlands größter Wursthersteller schließt eines seiner Werke in Niedersachsen. Die Belegschaft kann allerdings aufatmen.
Der Wursthersteller Zur-Mühlen-Gruppe (ZMG) gibt seinen Standort in Dissen auf – betroffen von der Werksschließung sind rund 230 Beschäftigte. Die Produktion soll künftig im etwa neun Kilometer entfernten Versmold-Loxten in Nordrhein-Westfalen gebündelt werden.
Für die Mitarbeiter gibt es allerdings eine Perspektive: Alle Beschäftigten erhalten das Angebot, bei der ebenfalls zur ZMG gehörenden Firma The Family Butchers weiterzuarbeiten. Dabei sollen ihre bisherigen Arbeitsbedingungen und die Betriebszugehörigkeit berücksichtigt werden, wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber „Bild“ äußert. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Großteil der Belegschaft das Angebot annehmen wird.
Als Gründe für die Schließung nennt die ZMG den zunehmenden wirtschaftlichen Druck auf die Fleisch- und Wurstbranche. Während die Absatzmengen stagnieren oder zurückgehen, steigen die Kosten für Personal, Energie und Logistik. Zudem verschärfe die Konkurrenz internationaler Anbieter mit niedrigeren Produktionskosten die Situation.
Auch der Zustand des Werks in Dissen spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Dort wären umfangreiche Investitionen notwendig gewesen, die sich nach Einschätzung des Unternehmens langfristig nicht rechnen würden. Gleichzeitig sind die Kapazitäten am Standort Versmold-Loxten bislang nicht vollständig ausgelastet. Durch die Zusammenlegung will die ZMG die Produktion effizienter gestalten. Die Zur-Mühlen-Gruppe ist im vollständigen Besitz der Tönnies-Gruppe.











