Feuerwehr sichtet 125 Menschen
Großeinsatz an deutschem Ostsee-Spaßbad
Aktualisiert am 21.10.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 1 Min.
Mehrere Menschen brauchen in einem Feriengebiet an der Ostsee Hilfe. Polizei und Rettungskräfte starten einen Großeinsatz.
Polizisten und Rettungskräfte sind am Dienstagabend mit einem Großaufgebot zu einem Schwimmbad in Schleswig-Holstein ausgerückt. Mehrere Besucher hatten zuvor über gereizte Atemwege geklagt.
Die Rettungskräfte wurden gegen 18.45 Uhr zu dem Spaßbad in der Ferienanlage Weissenhäuser Strand (Landkreis Ostholstein) alarmiert. Insgesamt wurden 125 Badegäste im Alter von 3 bis 75 Jahren durch den Rettungsdienst betreut. Zwei leicht verletzte Erwachsene kamen in eine Klinik, konnten diese aber noch am selben Abend wieder verlassen.
Messungen in Schwimmbad bestätigen Verdacht nicht
Sowohl der Betreiber des Bades als auch die Feuerwehr führten Messungen durch. Der Verdacht eines erhöhten Chlorwertes bestätigte sich jedoch nicht. Die Beamten nahmen Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung auf. Die genaue Ursache soll nun untersucht werden.
Am Mittwoch öffnete das „Subtropische Badeparadies“ in Weißenhäuser Strand wieder, wie der NDR berichtete. In einer Stellungnahme des Badbetreibers, über welche die „Lübecker Zeitung“ berichtete, hieß es, Chlor werde zur Desinfektion des Badewassers eingesetzt. Dabei entstünden auf natürliche Weise Chloramine, wenn das Chlor mit Stoffen wie Schweiß oder Hautpartikeln reagiere. Dies sei ein normaler chemischer Vorgang in gechlorten Schwimmbädern. Die Luft- und Wasserqualität werde fortlaufend kontrolliert. „Ein hoher Hygienestandard hat für uns oberste Priorität“, hieß es.
Transparenzhinweis: Anders als zunächst berichtet, musste das Schwimmbad nicht geräumt werden. Die Polizei hat ihre Angaben dazu korrigiert und der Text wurde entsprechend angepasst.











