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Home » Anschlag an Flughafen Leipzig-Halle: Merz-Berater erwogen Nato-Artikel 5
Politik

Anschlag an Flughafen Leipzig-Halle: Merz-Berater erwogen Nato-Artikel 5

By zeit-heute.deOktober 21, 20262 Mins Read
Anschlag an Flughafen Leipzig-Halle: Merz-Berater erwogen Nato-Artikel 5
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Nach versuchtem Anschlag

Merz-Berater dachten wohl über Nato-Artikel 5 nach

21.10.2026 – 17:33 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kanzler Friedrich Merz (CDU): Hätte es Tote gegeben, wäre Artikel 5 eine Möglichkeit gewesen. (Quelle: IMAGO/ESDES.Pictures, Bernd Elmenthaler)

Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00

Nach dem Drohnenangriff auf Leipzig-Halle erwogen Berater von Kanzler Merz die Aktivierung von Artikel 5. Die Nato-Beistandsklausel kam nur knapp nicht zum Einsatz.

Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) haben nach dem Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig-Halle intern erwogen, den Artikel 5 des Nato-Vertrags zu aktivieren. Das berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf europäische Sicherheitskreise. Die Klausel verpflichtet alle Bündnismitglieder zur Unterstützung eines angegriffenen Verbündeten und wurde bislang nur einmal ausgelöst – nach den Anschlägen vom 11. September 2001.

Voraussetzung wäre gewesen, dass der Anschlag Anfang August Todesopfer gefordert hätte. Das war knapp nicht der Fall: Drohnen, die mit militärischem Sprengstoff bestückt waren, trafen eine Antonow-Frachtmaschine, die für Militärhilfe an die Ukraine genutzt wird – zündeten aber nicht vollständig. Zwei weitere Drohnen detonierten auf dem Gelände beziehungsweise in dessen Nähe.

Russland hinter dem Angriff

Deutsche Behörden und westliche Geheimdienste ordnen den Anschlag dem russischen Militärgeheimdienst GRU zu, konkret einer 2023 gegründeten Einheit namens „Special Tasks Service“ (SSD). Die operative Koordination soll Oberst Denis Smolyaninov übernommen haben, der bereits unter EU- und britischen Sanktionen steht.

Die Logistik wickelten laut Ermittlern belarussische Agenten unter Leitung eines ehemaligen russischen Militäroffiziers namens Oleg Levushkin ab. Als Umschlagplatz diente Serbien, wo inzwischen sieben Verdächtige festgenommen wurden. Der Sprengstoff – militärisches Semtex – soll in versiegelten Lebensmittelkonserven über Grenzen transportiert worden sein.

CIA warnte europäische Partner

CIA-Direktor John Ratcliffe reiste im August nach Moskau. Im Anschluss informierte er europäische Geheimdienstpartner und einzelne Regierungsvertreter persönlich über eine Intensivierung russischer Sabotageoperationen. Präsident Trump hob unterdessen Sanktionen gegen Russland auf, die eigentlich verhängt werden sollten.

Merz sagte Anfang Oktober: „Russland führt einen Krieg gegen Europa – nicht nur gegen die Ukraine, sondern auch gegen uns.“ Der Kreml wies eine Beteiligung an dem Anschlag zurück.

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