Polizei löst Reiterhof-Krimi
Kuriose Einbruchserie – Diebe machen enorme Beute
03.09.2026 – 15:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit Monaten beschäftigt die Polizei eine ungewöhnliche Serie: Die Täter nehmen einen Reiterhof nach dem anderen ins Visier. Jetzt melden die Beamten einen Erfolg.
Bei zahlreichen Beutezügen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen sollen es zwei Männer auf hochwertige Reitsättel abgesehen haben. In der Nacht zum Donnerstag nahmen Einsatzkräfte die beiden Beschuldigten im Landkreis Osnabrück fest, wie die Polizei mitteilte. Ein 43-Jähriger aus Belm und ein 55-Jähriger ohne festen Wohnsitz kommen demnach für insgesamt 13 Taten in den beiden Bundesländern in Betracht.
Den Gesamtschaden nach Einbrüchen unter anderem in Vechta, Hagen am Teutoburger Wald, Bramsche, Ibbenbüren, Warendorf und Gütersloh bezifferte die Polizei auf mehr als 200.000 Euro. Die Einbruchserie in teils namhafte Reiterhöfe habe Ermittler seit Anfang Juni beschäftigt. Teilweise hätten sich die Täter gewaltsam Zugang zu Sattelkammern verschafft.
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Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich auf die Spur der Verdächtigen. In der Nacht zu Donnerstag erfolgte der Zugriff. Zuvor sollen die Männer erneut zugeschlagen und in drei Reiterhöfe im Bereich Warendorf eingebrochen sein.
Hunderte Sättel geklaut – Großteil ist verschwunden
„Allein bei diesen drei Taten sind an die 20 Sättel weggekommen“, sagte Polizeisprecher Jannis Gervelmeyer t-online. Insgesamt hätten die Diebe hunderte Sättel gestohlen. Einzelne dieser Sättel seien viele Tausend Euro wert gewesen, je nach Hersteller und Zustand.
Die Polizei nimmt an, dass die Verdächtigen die Sättel gestohlen haben, um sie zu verkaufen. Von einem Großteil der entwendeten Reitsättel fehle bislang noch jede Spur, hieß es. Auch die rund 20 Sättel, die in der Nacht zum Donnerstag gestohlen wurden, konnten die Ermittler bisher nicht finden. „Die Kollegen suchen jetzt nach möglichen Verstecken der beiden Männer“, sagte der Polizeisprecher.
Stallbesitzer hatten „schlaflose Nächte“
Die Ermittlungen dauern also an. Es wird auch geprüft, ob die Verdächtigen noch weitere Taten begangen haben könnten. „Für die betroffenen Reiterhöfe in der Region dürfte die Festnahme dennoch zunächst für etwas Erleichterung sorgen“, erklärt Polizeisprecher Gervelmeyer. „Der Fall hat hier in der Region zahlreichen Stallbesitzern schlaflose Nächte beschert und für Furore gesorgt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft soll nun für beide Tatverdächtigen Untersuchungshaft beantragt werden.












