Auch bei Sonnenfinsternis wichtig
So schnell schadet Sonnenlicht den Augen
Aktualisiert am 31.07.2026 – 13:06 UhrLesedauer: 3 Min.

Eine Sonnenfinsternis gehört zu den beeindruckendsten Himmelsereignissen überhaupt. Wer das Spektakel ungeschützt beobachtet, riskiert schwere und teils bleibende Schäden an den Augen.
Am 12. August schiebt sich der Mond am Abend vor die Sonne und verdeckt sie von Deutschland aus je nach Region bis zu 90 Prozent. Doch auch wenn das Spektakel am Abend passiert, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) eindringlich davor, die Sonne direkt anzusehen. Denn auch wenn ein Großteil der Sonnenscheibe verdeckt ist und das Ereignis erst am Abend stattfindet, kann das intensive Sonnenlicht die Netzhaut innerhalb kürzester Zeit schädigen.
Warum die Sonne für die Augen so gefährlich ist
Viele Menschen gehen davon aus, dass ein kurzer Blick in die Sonne harmlos sei. Tatsächlich besitzt die Netzhaut – also die lichtempfindliche Schicht im hinteren Teil des Auges – keine Schmerzrezeptoren. Während ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) und intensives sichtbares Licht das empfindliche Gewebe schädigen, spüren Betroffene daher zunächst meist nichts.
Mediziner sprechen in diesem Fall von einer solaren Retinopathie, auch Eclipse-Retinopathie genannt. Neben direktem Sonnenlicht können auch andere extrem helle Lichtquellen wie leistungsstarke Laser oder Schweißgeräte die Netzhaut in den Augen schädigen.
Das Gefährliche: Schon wenige Sekunden können ausreichen, um die empfindliche Netzhaut zu verletzen. Die Beschwerden setzen aber oft erst Stunden oder sogar Tage später ein. Dann sind möglicherweise bereits bleibende Schäden entstanden.
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Diese Beschwerden können auftreten
Je nach Ausmaß der Schädigung reichen die Symptome von leichten Beschwerden bis hin zu dauerhaften Sehstörungen. Typisch sind:
- verschwommenes Sehen
- erhöhte Lichtempfindlichkeit
- tränende Augen
- Kopfschmerzen
- Augenschmerzen
- ein dunkler Fleck im Blickfeld
- verzerrtes Sehen, bei dem gerade Linien gebogen erscheinen
- der Eindruck, dass Gegenstände kleiner wirken als tatsächlich
In schweren Fällen kann das Sehvermögen dauerhaft eingeschränkt bleiben. Sehr selten führt eine massive Schädigung sogar zur Erblindung.
Warum eine Sonnenfinsternis besonders tückisch ist
Gerade während einer Sonnenfinsternis unterschätzen viele Menschen die Gefahr. Weil der Mond einen großen Teil der Sonne verdeckt, erscheint das Licht deutlich schwächer. Gleichzeitig reicht die verbleibende Strahlung weiterhin aus, um die Netzhaut zu verletzen.
Hinzu kommt: Durch das dunklere Umgebungslicht weiten sich die Pupillen. Dadurch gelangt sogar mehr schädliche Strahlung ins Auge als an einem normalen sonnigen Tag.
Deshalb gilt: Auch während einer Sonnenfinsternis dürfen Sie niemals direkt in die Sonne schauen. Das gilt für Erwachsene ebenso wie für Kinder. Kinder sind besonders gefährdet und sollten eine Sonnenfinsternis nur unter Aufsicht von Erwachsenen beobachten.
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