Kritik an Gianni Infantino
Streich poltert: „Das ist Mafia-Gehabe“
31.07.2026 – 15:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Gianni Infantinos Pläne, Anteile an der WM zu verkaufen, stoßen in Deutschland auf große Gegenwehr. Christian Streich wird deutlich.
Die Kritik an Fifa-Präsident Gianni Infantino wird immer lauter. Der ehemalige Bundesliga-Trainer Christian Streich kritisierte mit scharfen Worten die Vorgänge bei der Fifa. „Das ist Mafia-Gehabe, was da abläuft. Was bei der Fifa abläuft, das ist hochgradig korrupt. Das sind einfach mafiöse Strukturen“, sagte er im Sky-Interview.
Streich bezog sich dabei nicht nur auf die aktuellen Pläne Infantinos mit dem Verkauf von WM-Anteilen, sondern auch auf die zurückgenommene Rote Karte Folarin Baloguns bei der abgelaufenen Weltmeisterschaft.
„Raus aus der WM“
Die Fifa hatte in dieser Woche angekündigt, durch den möglichen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte, etwa an der WM, eine Milliardensumme generieren zu wollen. Diese Pläne stießen auf heftige Kritik. Die 55 Nationalverbände der Uefa reagierten geschlossen und drohten mit einem Boykott der Fifa-Wettbewerbe, sollte der Weltverband an seinen Vorhaben festhalten.
Streich sprach sich klar für einen WM-Boykott aus und sieht darin die einzig angemessene Reaktion auf die Pläne der Fifa. „Da gibt es nur eins: raus aus der WM. Dann gibt es eben nur noch Europameisterschaften, wobei das natürlich sehr schade wäre“, erklärte der langjährige Trainer des SC Freiburg. „Da muss man sich mit allem wehren, und da bin ich froh, dass Europa da dagegenhält.“

Der Widerstand gegen Infantino wächst zunehmend, insbesondere nach der Vorstellung seiner Investorenpläne. Der 56-jährige Fifa-Präsident verliert immer mehr Rückhalt. Bereits während der WM stand er massiv in der Kritik, nachdem die Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun trotz einer Roten Karte für das Achtelfinale gegen Belgien aufgehoben worden war. Diese Entscheidung folgte auf einen Anruf des damaligen US-Präsidenten Donald Trump bei Infantino.
„Trump weiß, dass da Geld verdient werden kann. Er hat keine Ahnung vom Fußball“, kommentierte Streich diesen Vorfall. „Und dann werden da solche Deals gemacht. Das ist brutal für den Fußball. Tür und Tor sind geöffnet.“












