Gefährder dürften künftig nicht mehr nach Jugendstrafrecht verurteilt werden können, forderte Winkel. „Die dafür notwendige ‚Reifeverzögerung‘ darf künftig nicht mehr angenommen werden, wenn Täter sich radikalisiert haben.“
Hintergrund ist die frühere Verurteilung des 21-jährigen mutmaßlichen Angreifers. Er war im Mai wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Dem „stern“ zufolge wandte das Berliner Gericht Jugendstrafrecht an, weil es offenbar von Reifeverzögerungen ausging.
Extremismus-Berater über Abdul Ballout: „freundlicher Eindruck“
21.47 Uhr: Der Extremismus-Berater Thomas Mücke vom Violence Prevention Network (VPN) hat seinen Eindruck über den mutmaßlichen Täter des CSD-Anschlags, Abdul Ballout, geteilt. Die Sozialarbeiter hätten „einen sehr gefassten, einen sehr vorsichtigen, einen sehr kontrollierten, einen sehr freundlichen Eindruck“ von Ballout gehabt, sagte Mücke, der VPN-Geschäftsführer ist, im ARD-„Brennpunkt“. „Und das sind genau die Kriterien, wo wir halt merken, da kommen wir nicht wirklich an die Person heran.“
Das VPN ist eine deutsche gemeinnützige Organisation, die in der Extremismusprävention tätig ist. Das VPN begleitet Menschen, die sich islamistischen oder rechtsextremistischen Ideologien zugewandt haben, bei der Distanzierung und Deradikalisierung.
Vater des mutmaßlichen Attentäters äußert sich
21.40 Uhr: Der Vater des mutmaßlichen Attentäters auf den Berliner CSD hat dem „Spiegel“ von seinem letzten Gespräch mit seinem Sohn berichtet. Noch am Samstag habe Abdul Ballout ihn angerufen: „Wir haben ganz normal gesprochen, wie jeden Tag. Er sagte, dass er mich vermisst und er sich wünschte, jetzt mit uns im Libanon zu sein“, so Tawfik Ballout, der sich dem Magazin zufolge derzeit in seinem Heimatland aufhält.
CSD-Attentäter ist tot: Augenzeuge machte Beobachtung
21.15 Uhr: Carsten Barthel, Vorsitzender des Kleingartenvereins, in dem der mutmaßliche Attentäter Abdul Ballout von der Polizei erschossen wurde, hat sich im Gespräch mit t-online ausführlich zu seinen Wahrnehmungen geäußert. Nur wenige Stunden vor dem Zugriff habe er eine männliche Person im entsprechenden Kleingarten entdeckt, die dort nicht hingehöre. Um den Attentäter soll es sich dabei nicht gehandelt haben. Wer der Mann, der Mitte 40 gewesen sein soll, war, ist bislang unklar. Alle Aussagen des Zeugen zum Tod des CSD-Attentäters Abdul Ballout im Überblick.
„Immer dieselben Rituale“: Kommentar zum CSD-Anschlag in Berlin
21.13 Uhr: Die politische Aufarbeitung des mutmaßlichen Terroranschlags auf den CSD in Berlin hat längst begonnen. Zahlreiche Spitzenpolitiker meldeten sich zu Wort. „Performative verbale Kranzniederlegungen“ nannte das der CDU-Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann. Philipp Michaelis stimmt in seinem Kommentar zu: „Es gibt keine gelungenere Beschreibung. Immer dieselben Rituale, immer dieselben Denkschablonen, bis der nächste Anschlag kommt und das ganze Spiel von vorn beginnt.“ Lesen Sie den kompletten Kommentar zum CSD-Anschlag.












