Informationen zu CSD-Attentäter: „Das ist falsch“
Der Vereinsvorsitzende dementiert im Gespräch mit t-online zudem Medienberichte, wonach die Parzelle dem Vater des mutmaßlichen Attentäters gehören soll. „Das ist falsch“, so der 56-Jährige. Er kenne die Pächterin, diese habe nach seinem Wissen nichts mit der Familie Ballout zu tun. Es gebe in der gesamten Anlage keinen Pächter mit dem Namen Ballout, betont Barthel.
- Alle aktuellen Entwicklungen: Terroranschlag am Rande von Berliner CSD – Liveblog
Wie die Polizei dem mutmaßlichen Täter auf die Spur kam, teilten die Beamten nicht mit. Laut „Bild“-Zeitung soll es einen Hinweis aus dem persönlichen Umfeld von Abdul Ballout gegeben haben.
CSD-Attentäter tot – keine Ermittlungen gegen ihn?
Laut Polizei erfolgte der Zugriff gegen 18 Uhr am frühen Sonntagabend. Ballout soll „mit einer Stichwaffe auf unsere Einsatzkräfte zugelaufen sein“, daraufhin hätten die Beamten zur Waffe gegriffen. Wie viele Schüsse abgegeben wurden, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage von t-online nicht. Der 21-Jährige verstarb noch vor Ort, trotz Reanimationsversuchen durch die Feuerwehr.
Für die Aufklärung des mutmaßlichen Terroranschlags könnte der Tod des Attentäters eine wichtige Rolle spielen: Gegen Verstorbene wird normalerweise nicht ermittelt, weil das Verfahren nicht wie mit einem Angeklagten durchgeführt werden kann.
Hatte CSD-Attentäter Abdul Ballout Komplizen?
Unklar ist bislang auch, ob Ballout Komplizen hatte. Der RBB berichtete von der Festnahme eines Iraners noch in der Nacht. Die Polizeisprecherin wollte das auf Anfrage von t-online nicht bestätigen. Welche Rolle er spielen könnte, ist noch völlig offen. Informationen, wonach er ebenfalls in dem Kleintransporter gesessen haben soll, mit dem die Tat begangen wurde, haben sich dem Bericht zufolge nicht bestätigt.
Der 21-jährige Abdul Ballout soll am Samstagabend einen weißen Transporter in eine Menschenmenge am Rande des Berliner CSD unweit des Brandenburger Tors gesteuert haben und anschließend mit einer Stichwaffe auf die Menschen losgegangen sein. Eine Frau starb, 29 weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Behörden gehen von einem islamistischen Terroranschlag aus. Inzwischen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.











