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Home » Italien-Urlaub: Zecken – Südtirol und Venetien besonders gefährdet
Leben

Italien-Urlaub: Zecken – Südtirol und Venetien besonders gefährdet

By zeit-heute.deJuli 1, 20262 Mins Read
Italien-Urlaub: Zecken – Südtirol und Venetien besonders gefährdet
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Achtung, Zecken

In diesen Reisegebieten müssen Urlauber aufpassen

Aktualisiert am 01.07.2026 – 13:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Eine Waldzecke: Norditaliens FSME-Risiko steigt – Impfung und Schutz werden wichtiger. (Quelle: IMAGO/H. Bellmann/F. Hecker/imago)

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Beliebte italienische Urlaubsgebiete melden mehr Zecken als üblicherweise um diese Jahreszeit – das erhöht auch das Risiko für übertragbare Krankheiten. Was beim Schutz hilft.

Inhaltsverzeichnis

  • Ringförmige „Wanderröte“ als Warnzeichen
  • Was Sie vorsorglich tun können

In beliebten Urlaubsregionen Norditaliens wie Trentino-Südtirol, Venetien und Friaul-Julisch Venetien sind Zecken aktuell weit verbreitet. Nach Angaben des Obersten Gesundheitsinstituts ISS ist dort auch das Risiko für die von Zecken übertragbare Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in den vergangenen Jahren gestiegen. Nach jüngsten Zählungen sind im Jahr 2025 67 Fälle von Zeckenenzephalitis vermeldet worden.

Insgesamt leben in Italien rund 40 Zeckenarten, allein in der Provinz Trient wurden etwa zehn Arten nachgewiesen. Als wichtigster FSME-Überträger gilt die Waldzecke Ixodes ricinus. Nach Angaben des italienischen Forschungs- und Ausbildungscenters Fondazione Edmund Mach breitet sie sich durch den Klimawandel weiter aus und kann neben dem FSME-Virus auch Krankheitserreger wie Borrelien (Borreliose) und Babesien (Hundemalaria) übertragen.

Ringförmige „Wanderröte“ als Warnzeichen

Die Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt, gilt als häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Europa. Antibiotika behandeln Borreliose in den meisten Fällen erfolgreich. Als frühes Zeichen gilt eine ringförmige Rötung um die Einstichstelle (Wanderröte); unbehandelt kann die Krankheit Gelenke, Nervensystem und Herz befallen. Deswegen empfiehlt es sich, bei dem Verdacht auf Borreliose immer zum Arzt zu gehen.

FSME ist eine Viruserkrankung, die das zentrale Nervensystem angreifen kann. Eine gezielte antivirale Therapie steht nicht zur Verfügung. Die Infektion verläuft in etwa 70 Prozent der Fälle ohne oder mit nur leichten Beschwerden. Rund 30 Prozent der Erkrankten entwickeln nach drei bis 28 Tagen grippeähnliche Symptome.

In zehn bis 20 Prozent dieser Fälle kann laut ISS nach einem beschwerdefreien Intervall eine zweite Phase mit neurologischen Störungen auftreten. Beispielsweise Muskel- und Gliederschmerzen, Gleichgewichtsstörungen oder auch Bewusstseinsstörungen sind möglich. In etwa einem Prozent der Fälle verlaufe die Krankheit tödlich. Bei rund einem Drittel der Betroffenen könnten Langzeitfolgen auftreten.

Was Sie vorsorglich tun können

Als wirksamste Vorbeugung gegen FSME gilt die FSME-Impfung. Die Ständige Impfkommission in Deutschland (Stiko) empfiehlt sie unter anderem Reisenden, die Outdoor-Aktivitäten in betroffenen Gebieten planen. Gegen Borreliose gibt es dagegen keine Impfung.

ISS und die Stiftung Gesundheitswissen nennen als Schutz vor allem helle, bedeckende Kleidung, geeignete Insektenschutzmittel und gründliches Absuchen nach Aufenthalten im Freien.

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