Pilzsammeln
Maronenröhrling: Vorsicht vor Doppelgängern
Aktualisiert am 29.10.2025Lesedauer: 3 Min.
Er kommt hierzulande häufig vor und ist bei vielen beliebt: der Maronenröhrling. Der Speisepilz ist jedoch leicht zu verwechseln. Daran erkennen Sie ihn.
Bereits im Juni und bis weit in den November hinein – bevor der erste Frost einsetzt – finden Pilzsammler den Maronenröhrling. Der ungiftige Speisepilz versteckt sich gern in Misch- und Nadelwäldern, vor allem unter Fichten oder Lärchen.
Wie erkennt man Maden im Pilz?
Doch ist der Maronenröhrling nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Schnecken und Maden beliebt. Die Maden sehen Sie allerdings nicht auf den ersten Blick. Es lohnt sich daher, die Pilze schon im Wald der Länge nach aufzuschneiden und das Innere zu untersuchen – vor allem bei jüngeren Maronenröhrlingen. Ältere, größere Exemplare lassen Sie am besten stehen, da sie oftmals ohnehin von Maden befallen sind und geschmacklich auch nicht mehr überzeugen.
Wie lange ist der Maronenröhrling haltbar?
Die Pilze halten sich im Kühlschrank drei bis vier Tage. Bei einer großen Menge können Sie die rohen Pilze auch für später einfrieren. Bevor Sie das tun, sollten Sie diese gut vorbereiten:
- Entfernen Sie den Stiel. Er sollte nicht verzehrt werden.
- Ziehen Sie mit einem Küchenmesser die Haut von der Kappe.
- Kontrollieren Sie den Pilz auf Fraßstellen oder Schimmelbefall.
- Kurz vor dem Einfrieren können Sie die Pilze auch in Salzwasser blanchieren.
Sie sollten die Pilze vor der Zubereitung nicht waschen, da sie sich schnell mit Wasser vollsaugen. Schmutz können Sie mit einem Küchentuch oder einer Bürste vorsichtig entfernen.
Maronenröhrling oder Steinpilz?
Der Maronenröhrling (Boletus badius), auch Marone, Braunkappe oder Blaupilz genannt, ist in Mitteleuropa weitverbreitet. Er wird oft mit dem Gemeinen Steinpilz (Boletus edulis) verwechselt, dem er sehr ähnlich sieht. Allerdings verfügt der Steinpilz an seinem Stiel über ein feines, netzartiges Muster; der Stiel des Maronenröhrlings ist dagegen längs gefasert.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Druckstellen auf den hellgelben Röhren des Maronenröhrlings, die sich blau-grünlich verfärben. Der kastanienbraune, glatte Hut, der an Esskastanien erinnert, kann bis zu 15 Zentimeter breit werden. Auch der Stiel erreicht eine Länge von bis zu 15 Zentimetern.
Maronenröhrling oder Gallenröhrling?
Der Maronenröhrling wird häufig auch mit dem Gemeinen Gallenröhrling (Tylopilus felleus) verwechselt, dessen Röhren jedoch rosafarben sind. Dieser ist zwar kein Giftpilz, aber so bitter, dass er als ungenießbar gilt. Der Maronenröhrling weist dagegen einen nussigen Geschmack auf.












