Reparatur von Kleidungsstücken
Tchibo bietet neuen Service an
01.07.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Tchibo testet einen neuen Reparaturservice für Kleidung. Dahinter stecken auch aktuelle politische Entwicklungen.
Früher wurden Löcher in Socken gestopft, heute wird Kleidung oft weggeworfen, wenn sie kaputt ist. Durch die Fast-Fashion-Industrie ist Mode zu einem Wegwerfprodukt geworden.
Doch es gibt inzwischen auch größere Unternehmen, die dagegen vorgehen. Die Outdoor-Bekleidungsmarke Patagonia etwa bietet seit Jahren einen Reparaturservice für beschädigte Artikel an. Nun zieht auch Tchibo nach. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, bietet das traditionsreiche Hamburger Unternehmen ab sofort testweise einen Reparaturservice für ausgewählte Textilien an.
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So funktioniert der Service
Das Pilotprojekt soll zunächst sechs Monate laufen. Für die Umsetzung hat Tchibo zwei Partner gewonnen: Das Düsseldorfer Start-up Repair Rebels übernimmt Organisation und Steuerung, das Upcycling-Unternehmen Bridge&Tunnel führt die eigentlichen Reparaturen durch.
Repariert werden können ausgewählte Tchibo-Kleidungsstücke – darunter Hosen, Jacken, Röcke, Kleider, Rucksäcke sowie Ski- und Kinderbekleidung. Kunden melden die Reparatur online an und schicken das Kleidungsstück anschließend ein. Nach etwa zwei Wochen wird es repariert zurückgeschickt.
Die Preise variieren je nach Kleidungsstück. Die Reparatur von Hosen soll zwischen 14,99 und 29,99 Euro, die von Rucksäcken 22,99 bis 26,99 Euro kosten.
Hintergrund sind aktuelle politische Entwicklungen
Tchibo verweist im Zusammenhang mit dem neuen Angebot auch auf aktuelle politische Entwicklungen. Ab Anfang August gilt in Deutschland das sogenannte Recht auf Reparatur – es betrifft allerdings vor allem Elektrogeräte, nicht Textilien.
Daneben plant Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) ein „Textilgesetz“, das eine erweiterte Herstellerverantwortung einführen soll: Textilhersteller, -importeure und -vertreiber sollen sich künftig systematisch an den Kosten und der Organisation der Textilabfallbewirtschaftung beteiligen. Ob und wann das Gesetz kommt, ist noch offen.











