In der Tiefsee gefunden
Mysteriöse Goldkugel: Wissenschaftler lösen Rätsel
19.05.2026 – 13:46 UhrLesedauer: 2 Min.
Wissenschaftler entdecken im Ozean einen ominösen goldenen Ball. Nach jahrelangen Tests ist nun klar, was es mit dem Sensationsfund auf sich hat.
Im August 2023 machte ein Tauchfahrzeug der US-Ozeanbehörde NOAA einen rätselhaften Fund im Golf von Alaska: Etwa 3.250 Meter unter der Meeresoberfläche fanden die Wissenschaftler eine glänzende goldene Kugel mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern. Nach Jahren des Rätselratens haben Forscher jetzt geklärt, was es mit dem Objekt auf sich hat.
In einem Aufsatz auf der Plattform „BioRxiv“ präsentierten die Wissenschaftler Ende April ihre Ergebnisse. Bei der Goldkugel handelt es sich demnach um die Kutikula einer Tiefsee-Anemone. Die Kutikula bezeichnet eine äußere Schutzschicht, die viele wirbellose Lebewesen haben. Sie hat eine Reihe von Funktionen: Die Kutikula gibt den Organismen eine stabile Form und regelt ihren Wasserhaushalt.
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Bei dem Tier handelt es sich laut den Wissenschaftlern um eine Relicanthus daphneae, eine der größten bekannten Tiefsee-Anemonen. Üblicherweise lebt die Anemone in einer Tiefe von 2.400 bis 2.650 Metern. Die Tentakel der Tiere können mehr als zwei Meter lang werden.
Spur führt zu Riesen-Anemone
Die Identifizierung des Tieres war laut Mitteilung der NOAA durchaus komplex. Die Wissenschaftler hätten zwischenzeitlich versucht, die Art des Tieres mit einer DNA-Analyse zu bestimmen – allerdings ohne zu einem klaren Ergebnis zu kommen.

Der vermutliche Grund: Auf der Außenhaut hatten sich zu viele Mikroorganismen angesiedelt. Die DNA-Probe war deswegen stark kontaminiert. Erst eine Sequenzierung des Gesamtgenoms brachte Klarheit.
Der amtierende Direktor der US-Behörde, William Mowitt, erklärte laut Mitteilung: „Bei der Erforschung der Tiefsee stoßen wir regelmäßig auf faszinierende Rätsel wie die ‚goldene Kugel‘. Mit fortschrittlichen Techniken wie der DNA-Sequenzierung gelingt es uns, immer mehr davon zu lösen.“












