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Home » Zwei Drittel der Deutschen fürchten Dauer-Schock
Wirtschaft

Zwei Drittel der Deutschen fürchten Dauer-Schock

By zeit-heute.deMai 19, 20263 Mins Read
Zwei Drittel der Deutschen fürchten Dauer-Schock
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Umfrage zeigt

Energieangst: Deutsche rechnen mit dauerhaft hohen Preisen


19.05.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 3 Min.

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Geldbörse mit wenig Euro Bargeld (Symbolbild): Verbraucher sehen der Zukunft pessimistisch entgegen. (Quelle: IMAGO/imago)

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Teurer Strom, teures Gas, teurer Sprit. Und ein Ende scheint nicht in Sicht. Diese Entwicklung löst bei vielen Verbrauchern Sorgen aus.

Nach der Energiekrise 2022 wächst nun erneut die Angst in vielen Verbrauchern, dass Energie für sie immer mehr zum finanziellen Risiko wird. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Vergleichsportals Verivox. Demnach rechnet ein großer Teil der Deutschen auch in Zukunft mit hohen oder sogar weiter steigenden Energiepreisen.

Verbraucher blicken pessimistisch auf die Preisentwicklung

Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten machen sich darüber Sorgen, wie sich die Energiekosten in den kommenden Monaten entwickeln könnten. Nur eine kleine Minderheit (acht Prozent) sieht der Situation gelassen entgegen. Ein Viertel ist unentschlossen.

Besonders auffällig: Viele Verbraucher glauben nicht daran, dass sich die Preise nach einem möglichen Ende des Iran-Konflikts schnell wieder normalisieren werden. Knapp jeder Zweite erwartet stattdessen dauerhaft höhere Energiekosten. Ein Teil der Befragten rechnet sogar mit einem deutlichen weiteren Anstieg.

Nur etwa ein Drittel geht davon aus, dass Strom, Gas und Heizöl wieder günstiger werden könnten.

  • Energiepreise im Blick: Droht wieder eine Pleitewelle bei Strom- und Gasanbietern?

Gas und Heizöl haben sich bereits verteuert

Die Sorge kommt nicht von ungefähr. In den vergangenen Monaten sind die Preise für mehrere Energieträger spürbar gestiegen. Besonders Neukunden zahlen beim Gas derzeit deutlich mehr als noch vor Beginn der Eskalation im Nahen Osten. Laut Verivox steigen die Neukundenpreise für Gas um rund 20 Prozent. Aber auch Heizöl verteuerte sich erheblich – die Kosten sind im selben Zeitraum um über ein Drittel (33 Prozent) angestiegen. Hinzu kommen höhere Kosten für Kraftstoffe wie Diesel (plus 13 Prozent) und Benzin (E10, plus 10 Prozent).

Vor allem Haushalte mit Gas- oder Ölheizung beobachten die Entwicklung deshalb mit Sorge. Denn gerade in den Wintermonaten können steigende Energiepreise schnell zu einer hohen finanziellen Belastung werden.

  • Nur 46 statt 100 Euro: Stromkosten: Das große Versprechen kippt

Nahostkonflikt beeinflusst die Energiepreise

Ein zentraler Grund für die Unsicherheit ist die geopolitische Lage rund um den Iran. Die Region gilt als besonders wichtig für den weltweiten Ölhandel. Durch die Straße von Hormus wird ein erheblicher Teil des globalen Erdöls transportiert.

Bereits die Sorge vor möglichen Einschränkungen oder militärischen Eskalationen kann an den Rohstoffmärkten zu Preissprüngen führen. Händler kalkulieren Risiken frühzeitig ein, wodurch Öl- und Gaspreise häufig schon steigen, bevor es tatsächlich zu Lieferproblemen kommt.

Experten gehen deshalb davon aus, dass sich die Märkte selbst nach einer möglichen Entspannung nicht sofort beruhigen werden. Lieferketten und Handelsstrukturen benötigen oft lange, um sich wieder zu stabilisieren.

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