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Home » Gibt keine Existenzgarantie für die SPD
Politik

Gibt keine Existenzgarantie für die SPD

By zeit-heute.deApril 16, 20263 Mins Read
Gibt keine Existenzgarantie für die SPD
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Ex-Außenminister bei „Maischberger“

Gabriel zu Trump: „Der Bruch ist schon da“


16.04.2026 – 01:41 UhrLesedauer: 5 Min.

Vergrößern des Bildes

Sigmar Gabriel bei einer Veranstaltung: Er sprach bei Maischbeger über Risiken für die SPD. (Quelle: Daniel Attia/imago)

Sigmar Gabriel sieht eine Gefahr für die Nato – und Trumps Ikonen-Bild wird bei „Maischberger“ heftig diskutiert.

Donald Trump hatte sich am Wochenende als KI-generierter Jesus gepostet, der einem Kranken die Hand auflegt. Papst Leo XIV. wiederum hatte Trumps Drohung kritisiert, die iranische Zivilisation auszulöschen. Bei „Maischberger“ war das der Einstieg in einen Abend, an dem vorwiegend eine Frage im Raum stand: Wer traut sich noch, Trump zu widersprechen?

Giovanni di Lorenzo, bekennender Katholik, zeigte sich wenig überrascht vom Jesus-Bild. „Das war das Letzte, was noch fehlte: der gottgleiche Trump“, sagte er. Dass Trump das Bild gelöscht habe, zeige aber, dass er die katholische Wählerschaft unterschätzt habe. 22 Prozent der US-Bevölkerung seien Katholiken, die katholische Kirche sei in Amerika stärker als die MAGA-Bewegung. Besonders beeindruckt zeigte sich di Lorenzo vom Widerstand des Papstes. Ein hoher Kirchenvertreter habe auf Trumps Attacken geantwortet: „Wir messen sie an einem Maßstab, den die Macht nicht kontrollieren kann.“ Das sei eine bemerkenswerte Aussage. „Da traut sich jemand etwas, was viele andere im Moment nicht tun.“

Melanie Amann pflichtete bei. Was Trumps Anhänger ihm alles verziehen hätten – wie die Affäre mit einer Pornodarstellerin – sei bemerkenswert. „Aber jetzt ist der Spaß vorbei bei Jesus.“ Wer sich selbst als Heiland darstelle, habe eine Grenze überschritten. Amann kritisierte auch die religiöse Rhetorik der Trump-Regierung. Im Pentagon werde gebetet, dass man „möglichst vielen bösen Mullahs möglichst viel Schmerz zufügen“ könne. Sogar Ostern sei gekapert worden: Das abgeschossene Crewmitglied eines US-Kampfjets sei, so die Darstellung, am Freitag abgeschossen und am Sonntag „wieder auferstanden“. Tatsächlich hatte es eine Rettungsaktion gegeben.

Franca Lehfeldt interpretierte den Konflikt als Machtkampf. Dass Trump überhaupt auf den Papst reagiere, zeige, dass er ihn ernst nehme. „Der Papst füllt ein Vakuum“, sagte sie. Das Gegengewicht zu Trump existiere in Amerika derzeit nicht, die Demokraten machten ihren Job nicht. Statt einer Konfrontation von Republikanern gegen Demokraten habe man jetzt eine des Vatikans gegen Republikaner.“ Trumps Allmachtsfantasien würden ironischerweise vom „irdischen Vertreter des Allmächtigen“ bedroht.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz geriet in die Kritik. Er hatte Trumps Auslöschungsdrohung als Strategie bezeichnet, die funktioniert habe – die Iraner seien an den Verhandlungstisch zurückgekehrt. Lehfeldt widersprach: „Am Ende war das eine Drohung mit einem Genozid, und das ist selbst für Trump-Verhältnisse ein neues Niveau.“ Europa hätte sich klar distanzieren müssen. Melanie Amann pflichtete bei: Diese Lesart sei „eine indirekte Legitimierung der Drohung mit diesem Genozid als Verhandlungsinstrument“.

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