In der Folge warben die Grünen aus der Stadt Wertingen (Landkreis Dillingen an der Donau) Uhl als Kandidaten ab. Für den Urnengang wurde Uhl, der zwischenzeitlich aus der CSU ausgetreten war, schließlich auch von der SPD nominiert.
Der Bürgermeister der Gemeinde Neubiberg nahe München hat auch nach seiner Bestrafung wegen Kokainbesitzes beinahe das Rennen um den Ratshaussessel gemacht. Der CSU-Politiker Thomas Pardeller verfehlte nach dem vorläufigen Ergebnis bei der Kommunalwahl mit 49,7 Prozent die Mehrheit nur knapp. Er tritt nun in der Stichwahl gegen die Grünen-Politikerin Carola Grimminger an, die auch für die ÖDP in die Wahl gezogen war. Sie bekam 35,3 Prozent.
Um 21 Uhr sind Personenwahl-Ergebnisse von 132 von insgesamt 275 Gebieten in Bayern eingegangen. Für 16 davon muss eine Stichwahl beziehungsweise ein Losentscheid durchgeführt werden. In 12 Gebieten findet keine Wahl statt. Meist ist die CSU unter den Erst- oder Zweitplatzierten. Straubing, Dingolfing-Landau, Lindau und Freyung-Grafenau hat die Partei sicher für sich entschieden. Garmisch-Partenkirchen geht an die Freien Wähler.
In den vier größten bayerischen Städten München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg müssen die Kandidaten für die OB-Wahl in die Stichwahl. Nürnbergs amtierender Bürgermeister Marcus König (CSU) erreichte nach fast abgeschlossener Auszählung 46,1 Prozent der Stimmen. In Regensburg schaffte es die CSU-Kandidatin Astrid Freudenstein nur auf 37,5 Prozent und die Augsburger Amtsinhaberin Eva Weber (CSU) 34,0 Prozent.
Markus Wintergerst holt in der 1.700-Einwohner-Gemeinde Untrasried im Ostallgäu 95,5 Prozent der Stimmen. Wintergersts Name hatte ursprünglich nicht auf den Stimmzetteln gestanden, da zunächst ein anderer Kandidat für das Bürgermeisteramt angetreten war. Nachdem dieser aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden musste, war Wintergerst spontan eingesprungen. Die Wähler mussten Wintergersts Namen handschriftlich auf den Stimmzettel schreiben. Die Wahlbeteiligung lag immerhin bei 79,1 Prozent.
Für Münchens OB Dieter Reiter (SPD) zeichnen sich deutliche Verluste ab. Nachdem nun mehr als 1.000 von 1.376 Gebieten ausgezählt sind, kommt Reiter auf 35,5 Prozent. Damit muss er in die Stichwahl gegen den Zweitplatzierten Dominik Krause (Grüne) mit 29,5 Prozent. Der Termin für die Stichwahlen ist am 22. März entschieden.
Der 67-Jährige führt die schlechten Ergebnisse auf die Kritik an ihm in den vergangenen Wochen zurück. „Ich habe in den letzten zwei Wochen ein, zwei Fehler gemacht“, sagte er am Abend in München und sprach von einem „für mich doch enttäuschenden Wahlabend“.
In Fürth kann der Oberbürgermeister Thomas Jung vermutlich eine weitere Amtszeit wahrnehmen. Der SPD-Politiker liegt bei 72,0 Prozent der Stimmen. Andere Kandidaten können Jung nach aktuellen Ergebnissen kaum Konkurrenz machen. Maximilian Ammon (CSU) kommt auf 8,4 Prozent, Andreas Haas (AfD) auf 7,5 Prozent, Kamran Salimi (Grüne) auf 5,9 Prozent und Niklas Haupt (Die Linke) auf 4,4 Prozent. Es werden aber noch etwa neun Prozent der Stimmen ausgezählt.











