Schutz für Geflüchtete in Berlin
Flüchtlingsrat fordert Senat zum Handeln auf
08.03.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Berliner Flüchtlingsrat richtet zum Internationalen Frauentag klare Forderungen an den schwarz-roten Senat. Eine bestimmte Gruppe sei besonders schutzlos.
Der Berliner Flüchtlingsrat hat den schwarz-roten Senat am Sonntag aufgefordert, geflüchtete Flinta-Personen besser vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen.
Der Flüchtlingsrat erklärte: „Geflüchtete Flinta-Personen tragen nicht nur die Last der Verfolgung und der Flucht, sondern auch die der Unsicherheit und Diskriminierung im Exil.“ Sie seien in Berlin weiterhin besonderen Risiken ausgesetzt, teilte die Organisation mit.
Flinta ist die Abkürzung für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen.
Der Rat kritisiert die Zustände in Berliner Gemeinschaftsunterkünften. Hohe Belegungszahlen, fehlende Privatsphäre und unzureichend umgesetzte Schutzkonzepte erhöhten das Risiko von Übergriffen, warnte der Flüchtlingsrat. Er erklärte: „Wer vor geschlechtsspezifischer Verfolgung flieht, braucht hier in Berlin wirksamen Schutz. In Massenunterkünften ist dieser jedoch nicht gewährleistet.“
Dezentrale und kleine Unterkünfte seien nötig, solange kein privater Wohnraum bereitstehe, fordert der Flüchtlingsrat. Es brauche getrennte und abschließbare Sanitär- und Schlafbereiche. Zudem seien geschultes Personal und effektive Schutzkonzepte in allen Einrichtungen erforderlich, so die Organisation.
Eine Stellungnahme des Berliner Senats liegt bislang nicht vor.












