Die DFB-Frauen haben ihren ersten Härtetest auf dem Weg zur WM 2027 bestanden. Beim Norwegen-Sieg stachen vier Torschützinnen und starke Paraden heraus.
Mit einer weiteren Machtdemonstration im Duell gegen Norwegen hat das deutsche Frauennationalteam den Traumstart in die WM-Qualifikation perfekt gemacht. Wenige Tage nach dem 5:0 gegen Slowenien siegte die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück im 43. Duell mit den Norwegerinnen 4:0 (3:0) in Stavanger.
Elisa Senß (18. Minute), Carlotta Wamser (45.+1), Vivien Endemann (45.+4) und Jule Brand (58.) trafen für die höchst effiziente DFB-Elf vor 8.500 Zuschauern. Das Thema Chancenverwertung, oft diskutiert in den vergangenen Monaten, war dieses Mal keines. „Wir haben von Anfang alles reingeschmissen“, sagte Wamser im ZDF. „Wir haben auch mal nicht so viele Chancen gebraucht, um Tore zu machen. Das Gesamtprodukt war dann sehr, sehr gut.“
Im Vergleich zum Slowenien-Spiel in Dresden setzte Wück in der Innenverteidigung auf Vizekapitänin Janina Minge statt Camilla Küver. Im Sturmzentrum durfte Nicole Anyomi anstelle von Shekiera Martinez ran, und EM-Entdeckung Wamser begann für Linda Dallmann. In der offensiven Dreiermittelfeldreihe übernahm Wamser die rechte Seite, Jule Brand rückte auf die Dallmann-Position im Zentrum.
Wegen des ungewohnten Kunstrasens hatte Bundestrainer Wück die Sinne geschärft, auch vor Norwegens Umschaltspiel und der Offensive um Ex-Weltfußballerin Ada Hegerberg war das deutsche Team gewarnt. Und doch dauerte es keine drei Minuten, ehe ein Fehlpass von Brand einen Konter einleitete, den die glänzend aufgelegte Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger aber entschärfte. Es blieb nicht die einzige Szene, in der die Nummer eins gebraucht wurde.
Die DFB-Elf antwortete beim munteren Schlagabtausch zu Beginn sogleich: Vivien Endemann, Ersatz für die verletzte Klara Bühl, vergab zwei Chancen nacheinander – beim zweiten Schuss verhinderte der Pfosten die deutsche Führung (7.). Dann drehte der Wirbelwind auf, belohnte sich selbst und setzte auch andere Spielerinnen in Szene.












