
Sie saßen mehrere Tage fest
Konflikt auf Trauminsel: Erste Deutsche werden ausgeflogen
09.01.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Im Jemen tobt seit 2004 ein Bürgerkrieg. Nun gerieten Touristen auf einer paradiesischen Insel des gemarterten Landes in eine Notlage. Das Auswärtige Amt steht den deutschen unter ihnen bei.
Die Heimreise kann beginnen. Seit Anfang der Woche saßen Hunderte Touristen auf der zum Jemen gehörenden Insel Socotra im Indischen Ozean fest, darunter auch etwa ein Dutzend Deutsche. Jetzt gibt es gute Nachrichten aus dem Auswärtigen Amt. Das jemenitische Außenministerium habe die kommerzielle Staatsairline Yemenia mit Flügen von Sokotra nach Dschidda (Saudi-Arabien) beauftragt, heißt es. Die ersten Personen konnten am gestrigen Donnerstag ausgeflogen werden, darunter auch einige deutsche Staatsangehörige. Weitere Flüge sollen in den nächsten Tagen erfolgen.
„Nach unserem Kenntnisstand befindet sich derzeit noch eine einstellige Zahl deutscher Staatsangehöriger auf Sokotra. Wir stehen im engen Austausch mit unserer zuständigen Botschaft in Riad, die mit den deutschen Staatsangehörigen weiter engen Kontakt hält“, heißt es vom Ministerium.
Am Mittwoch hatte CNN berichtet, dass Amerikaner sowie „westliche Touristen“ auf der Insel gestrandet seien, nachdem Einreisehäfen und Flughäfen geschlossen und der gesamte Verkehr zur Insel eingestellt worden sei. Grund sind militärische Auseinandersetzungen im Süden Jemens, die nun auch Socotra erreicht haben.
Ein US-Bürger sagte CNN, dass alle Touristen körperlich sicher und wohlauf seien, jedoch nicht wüssten, wann sie nach Hause zurückkehren können. „Es gibt viele Touristen“, wird der Mann zitiert. Seine Reisegruppe habe begonnen, mit anderen in benachbarten Camps Kontakt aufzunehmen. „Hier gibt es alle möglichen Westler. Es sind Hunderte.“
Die Reiseagentur Rocky Road Travel mit Sitz in Berlin teilte CNN mit, dass mindestens 14 ihrer Kunden festsitzen. Man habe die US-Botschaften in Abu Dhabi und Riad sowie mehrere europäische Missionen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Saudi-Arabien um Hilfe gebeten. Eine t-online-Anfrage bei Rocky Road Travel bezüglich deutscher Urlauber blieb bislang unbeantwortet.











