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Home » 130 Jahre alter Autozulieferer sucht Investor
Wirtschaft

130 Jahre alter Autozulieferer sucht Investor

By zeit-heute.deSeptember 12, 20262 Mins Read
130 Jahre alter Autozulieferer sucht Investor
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Stahlrohrproduzent kriselt

310 Jobs in Gefahr: Autozulieferer meldet Insolvenz an


12.09.2026 – 19:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Zentrale der Prinz-Mayweg-Gruppe in Wickede: Der Autozulieferer gilt auf seinem Gebiet als Marktführer. (Quelle: Prinz-Mayweg Gruppe)

Fast 130 Jahre lang fertigt das Familienunternehmen Präzisionsstahlrohre. Jetzt ist Prinz-Mayweg insolvent und sucht einen Weg aus der Krise.

An vier Standorten in Nordrhein-Westfalen stehen insgesamt 310 Arbeitsplätze im Feuer: Die Prinz-Mayweg-Gruppe, ein Hersteller von Präzisionsstahlrohren für die Automobilindustrie, hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Essen leitete am 9. September 2026 ein vorläufiges Insolvenzverfahren ein.

Betroffen sind laut übereinstimmenden Medienberichten die Werke in Wickede, Altena, Werl und Werl-Westtönnen. Am Stammsitz in Wickede arbeiten 110 Menschen, in Altena 150, in Werl 20 und in Werl-Westtönnen 30. Die Gehälter sind nach Angaben des Insolvenzverwalters für drei Monate über das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur gesichert.

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Autozulieferer insolvent: Das sind die Gründe

Das 1896 gegründete Familienunternehmen stellt geschweißte und gezogene Präzisionsstahlrohre her – verbaut unter anderem in Autositzen, Cockpit- und Airbaghalterungen sowie in Hydraulikarmen für Kofferraumtüren. Laut eigener Darstellung ist das Unternehmen Marktführer auf diesem Gebiet, es wirbt mit dem Slogan: „In jedem Auto steckt ein Stück Prinz-Mayweg“.

Insgesamt beschäftigt die Gruppe nach eigenen Angaben rund 400 Mitarbeiter an sechs Standorten, darunter Werke in Ostrava (Tschechien) und Ilhavo (Portugal).

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Christian Holzmann aus Essen. Als Ursachen nannte Holzmann die allgemeine Krise in der Automobilbranche sowie gestiegene Rohstoff- und Energiepreise. Hinzu sei in den Sommermonaten ein deutlicher Umsatzeinbruch gekommen, der das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht habe, sagte Holzmann der „Bild“-Zeitung.

Weiterbetrieb und Investorensuche

Der Betrieb soll vorerst ohne Einschränkungen weiterlaufen. Holzmann zeigte sich vorsichtig optimistisch: Die Auftragslage sei stabil. Gespräche mit Kunden und Lieferanten liefen bereits, die Suche nach Investoren habe begonnen. Unterstützt wird er dabei von seinem Kanzleikollegen Dominic Poster.

Die Insolvenz trifft ein Unternehmen, das nach eigenen Angaben bereits eine frühere Insolvenz überstanden hat – vor 25 Jahren. Ob die Sanierung gelingt, hängt nun maßgeblich davon ab, ob sich ein Investor findet.

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