Zweifel an seiner Schuld
Nach 76 Jahren im Gefängnis: 101-Jähriger ist tot
21.08.2026 – 16:02 UhrLesedauer: 1 Min.
Der wohl älteste Häftling der USA entging mehrfach der Todesstrafe. Jetzt ist er in seiner Zelle verstorben.
Der wegen Mordes verurteilte US-Bürger Francis Clifford Smith, der seit 1950 im Gefängnis gesessen hatte, ist tot. Smith starb bereits im Juni in einem speziell auf Häftlinge ausgelegten Pflegeheim im Bundesstaat Connecticut, wie ein Sprecher der Pflegeeinrichtung der britischen BBC bestätigte. Er wurde 101 Jahre alt und galt als der am längsten inhaftierte Gefangene in den USA. Er sei eines natürlichen Todes gestorben.
Smith war 1950 im Alter von 25 Jahren wegen Mordes verurteilt worden. Er soll einen Nachtwächter in einem Yachtclub getötet haben. Smith hatte sich danach mehrere Tage lang im Wald versteckt, bevor er entdeckt und festgenommen wurde. Neben Smith war damals auch noch ein Komplize angeklagt – dieser belastete Smith im folgenden Indizienprozess.
US-Häftling ist tot: Todesstrafe mehrfach aufgeschoben
Die BBC beschrieb Smith als Kleinkriminellen, dessen Schuld an dem Mord mehrfach infrage gestellt worden sei. Einer der ermittelnden Beamten habe etwa gesagt: „Ich bin mir nicht einmal sicher, ob er bei dem Mord anwesend war.“ Diese Zweifel sorgten laut dem Bericht dafür, dass die eigentlich verhängte Todesstrafe immer weiter aufgeschoben wurde. Achtmal sei Smith so knapp dem Tod entkommen.
Im Jahr 1954 sei seine Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt worden. 1967 floh er aus dem Gefängnis, wurde aber wenige Tage später wieder gefasst. 1975 kam er auf Bewährung frei – beging jedoch Diebstähle und kam daher zurück ins Gefängnis. Seit 2020 lebte er in dem Pflegeheim.











